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Die Thun-EinzelkritikBertones Bärendienst

Beim 1:2 bei Xamax müssen die Thuner über eine Halbzeit zu zehnt spielen. Und sie steigern sich in Unterzahl.

Leonardo Bertone (hinten) sieht in der 39. Minute zum zweiten Mal Gelb und muss vom Feld.
Leonardo Bertone (hinten) sieht in der 39. Minute zum zweiten Mal Gelb und muss vom Feld.
Foto: freshfocus

Guillaume Faivre – 3,5

Wackliger Auftritt des Neuenburgers. Läuft einmal gut heraus und unterbindet einen Angriff, wenig später verschätzt er sich aber fürchterlich bei einem langen Ball auf Nuzzolo. Hat Glück, streift dessen Lob am verwaisten Gehäuse vorbei. Beim ersten Gegentor ist er dran, aber zu wenig schnell am Boden.

Stefan Glarner – 4

Der Captain steht nicht immer richtig, aber er kämpft und bügelt seine Fehler aus. Nach vorne blass.

Nikki Havenaar – 3

Gutes Stellungsspiel, aber auch etwas hüftsteif. Der schnelle Ramizi bereitet ihm Mühe. Verursacht den entscheidenden Penalty mit einem ungeschickten Einsteigen. In der Schlussphase im Sturm mit einer guten Kopfballmöglichkeit.

Nicola Sutter – 3,5

Deutlich eleganter und passsicherer als Nebenmann Havenaar, aber auch er kam mit den wirbligen Offensivkräften der Neuenburger nicht immer zurecht.

Chris Kablan – 4

Vor dem Unterbruch war der Luzerner sowohl offensiv als auch defensiv produktiv und wertvoll. Beim Re-Start bleibt er unauffällig.

Leonardo Bertone – 2,5

Eigentlich ein guter, engagierter Auftritt des Berners. Verteilt die Bälle aus dem Zentrum, steht zweimal am Ursprung einer Thuner Möglichkeit. Bertone wird aber auch früh für ein hartes Einsteigen gegen Araz verwarnt, und als ihm dieser in der 39. Minute vor dem eigenen Strafraum den Ball abnimmt, kann er nur mit einem Zurückhalten verhindern, dass der Neuenburger alleine aufs Tor ziehen kann. Ist nun im Derby gegen YB gesperrt.

Nicolas Hasler – 3,5

Der Liechtensteiner soll auf einer der beiden Halbpositionen im Mittelfeld für Stabilität sorgen. Gegen die flinken Araz und Ramizi ist dies aber offensichtlich kein einfaches Unterfangen.

Miguel Castroman – 4

Startet in der Raute hinter den beiden Spitzen. Nach dem Platzverweis gegen Bertone agiert er hängend hinter Munsy. Bemüht sich und taucht auch einmal gefährlich im Strafraum auf, ehe ihm der Ball verspringt.

Basil Stillhart – 4

Im passiven Thuner Kollektiv der aktivste Zweikämpfer. Nach einem Zweikampf wird eine Platzwunde am Kopf früh mit einem Verband gestillt. Lässt sich nach dem Platzverweis öfter fallen und versucht, gestalterische Aufgaben zu übernehmen.

Simone Rapp – 4

Zeigt sich gewohnt bemüht und scheut keinen Zweikampf in der Luft. Der Tessiner trifft einmal einen Ball im Strafraum nicht wunschgemäss. Wird dann zum Bauernopfer, als er nach der Roten Karte gegen Bertone aus taktischen Gründen vom Feld muss.

Ridge Munsy – 4,5

Vor der Corona-Pause war er in Form. Beim Re-Start liefert er sich vor allem viele Zweikämpfe mit dem erfahrenen Djourou. Und erzielt dann doch quasi aus dem Nichts sein viertes Saisontor. In den letzten vier Spielen hat der 30-Jährige immer getroffen.

Kenan Fatkic – 3,5

44. für Rapp. Verliert den Ball an Araz in der Vorwärtsbewegung und verursacht dadurch einen gefährlichen Konter. In der Rolle des Spielgestalters zu wenig prägend.

Matteo Tosetti – 3,5

63. für Hasler. Ein paar gute Flanken, insgesamt kamen vom Tessiner aber wenig neue Impulse.

Nias Hefti – 4

63. für Kablan. Wehrt sich gut gegen Seferi. Schlägt den langen Ball vor dem Ausgleich.

Dennis Salanovic

83. für Munsy.