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Interview mit Aerosolforscher«Bis Aerosole auf dem Boden landen, kann es Tage dauern»

Aerosolübertragungen scheinen bei Sars-Cov-2 in Innenräumen eine Rolle zu spielen. Atmosphärenforscher André Prévôt sagt, wie sich die Schwebeteilchen in der Luft verhalten, was im Winter für Szenarien drohen und wie man richtig lüftet.

«In Innenräumen reicht 1,5 Meter Abstand nicht immer»: André Prévôt.
zvg

Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 übertragt sich möglicherweise auch zu einem guten Teil über Aerosole, sprich über die Luft. 236 Wissenschaftler forderten im Juli in einem offenen Brief daher von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und anderen Behörden, das Risiko der Übertragung von Sars-CoV-2 durch Aerosole ernster zu nehmen. Heime, Chorproben, Clubs, Restaurantbesuche: Viele Untersuchungen weisen schon länger darauf hin, wie gefährlich dieser Übertragungsweg sein könnte. Aerosolforscher Prof. Dr. André Prévôt vom Labor für Atmosphärenchemie am Paul-Scherrer-Institut (PSI) ist einer der Wissenschaftler, die die Publikation im Fachblatt «Clinical Infectious Diseases» unterzeichnet haben. Nun finden bei der Weltgesundheitsorganisation als Reaktion intensive Diskussionen über die Formulierung weitergehender Empfehlungen statt, wie sich Ansteckungen via Aerosole minimieren lassen. Bisher war die WHO vor allem von einer Tröpfcheninfektion ausgegangen.

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