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Ich Tarzan, du Jane

Lucie Machac lotet Grenzen aus.

Lucie Machac

Kürzlich sass ich allein in einer Bar und dachte so vor mich hin:

  • Ein Mann allein an der Bar ist Stammgast, eine Frau allein an der Bar entweder Kellnerin oder verzweifelt.
  • Wenn Frauen wildpinkeln, sind sie meist betrunken. Männer meist nüchtern.
  • Frauen auf dem Spielplatz sind Mütter, Männer sind gute Väter.
  • Wenn sich geschiedene Mütter einen One-Night-Stand gönnen, sind sie schlechte Mütter. Geschiedene Väter sind höchstens schlechte Liebhaber.
  • Wenn Männer in der Küche stehen, ist Kochen ihr Hobby. Frauen kochen, weil die Familie Hunger hat.
  • Frauen gehen mit Grippe einkaufen, machen den Haushalt und pflegen Männer, die glauben, an Grippe zu sterben.
  • Wenn eine Frau autoritär ­auftritt, ist sie überfordert. Ein Mann ist überlegen.
  • Wenn Frauen ein Flugzeug steuern, sind sie Ausnahme­talente. Männer machen bloss einen Job.
  • Bei einem Automechaniker macht man sich Sorgen, dass er einen über den Tisch zieht. Bei einer Automechanikerin sorgt man sich um sein Leben.
  • Wenn Frauen im Kino weinen, ist es peinlich, bei Männern ein Ausdruck ihrer ­Sensibilität.
  • Frauen haben tausend Ge­fühle, für Männer ist «lustig» schon ein Gefühl.
  • Frauen stehen zu ihren Schwächen, Männer sind zu alt für diesen Scheiss.
  • Wenn sich Männer pflegen und gut kleiden, sind sie metrosexuell, Frauen bloss hetero.

Kurzum: Wenn Mann und Frau das Gleiche tun, bedeutet es grundsätzlich etwas ganz ­anderes.

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