BSV steht im Cupviertelfinal und klopft an der Beletage an

Der BSV Bern qualifiziert sich problemlos für den Cupviertelfinal und demonstriert beim Sieg über GC, der Spitze nähergerückt zu sein.

Wuchtig: Luca Mühlemann trifft im Fallen.

Wuchtig: Luca Mühlemann trifft im Fallen.

(Bild: Christian Pfander)

Adrian Horn

Es ist gerade nicht sonderlich einfach, Tore zu erzielen, wenn der BSV Bern gegenübersteht. 8 Minuten und 45 Sekunden vergehen am Donnerstag, bis GC Amicitia erstmals reüssiert. Sechsmal griffen die Zürcher umsonst an.

Sie scheiterten jeweils spätestens an Schlussmann Edin Tatar, oft aber auch früher, beim Aufbauspiel, das die Hausherren zu unterbinden verstehen. Nach einer Viertelstunde führt der letztjährige Finalist 10:2, kurz vor der Pause liegt er mit zehn Treffern Differenz vorn.

32:28 gewinnt der BSV, wodurch er im Cup unter die letzten 8 vorstösst. Das Resultat spiegelt die Dominanz keineswegs, welche das Team von Aleksandar Stevic über weite Strecken an den Tag legte. In der zweiten Hälfte besass die vor bloss 280 Leuten ausgetragene Partie Testspielcharakter – sie war das Kontrastprogramm zur Achtelfinalbegegnung des Kantonsrivalen aus Thun, der sich nach doppelter Verlängerung und mit dem Skore von 43:40 für den Viertelfinal qualifiziert hatte.

Szymanski als Schlüssel

Hinter den Stadtbernern liegen Jahre, die nicht nur einfach waren. Wacker klassierte sich in den letzten sieben Saisons bloss einmal nicht vor ihnen, war zeitweise entrückt. Nun aber ist der Traditionsclub offensichtlich dabei, die Lücke zu den Oberländern und zu Schaffhausen und Winterthur, den weiteren Spitzenvereinen, zu schliessen.

Der BSV stellt gegenwärtig das stabilste Ensemble, eines, das nicht besonders aufregend spielt, aber vorab wegen der überragenden Defensive schwer zu bezwingen ist. Die Bilanz nach dem ersten Saisonviertel – sie fällt mit Rang 2 in der Meisterschaft, der Qualifikation für die 3. Runde im EHF-Pokal sowie dem Vorstoss in den Viertelfinal des Cups überzeugend aus.

Regisseur Jakub Szymanski, MVP im Jahr 2012, zeigt sich dieser Tage in exzellenter Verfassung. Am Donnerstag Abend begeistert er mit zig wunderschönen Zuspielen. Der Tscheche ist der Schlüssel für den Zutritt in die Beletage.

Berner Zeitung

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