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Alles halb so schlimm...

«Nach 11 Stunden und 5 Minuten war der Tennismatch zwischen John Isner und Nicolas Mahut in Wimbledon vorbei. Welche Leistung! Eine Leistung allerdings, die zwingend zu relativieren ist», schreibt Leser Walter Zimmermann.

Der Amerikaner John Isner (links) schlägt Nicolas Mahut aus Frankreich nach einem «Marathonspiel».
Der Amerikaner John Isner (links) schlägt Nicolas Mahut aus Frankreich nach einem «Marathonspiel».
Keystone

Ausgabe vom 25. Juni. Tennis: «Der Match für die Geschichtsbücher. 70:68 in Satz 5 – ‹Gesund ist das sicher nicht›»

Bekanntlich sind die Tennisspieler letztlich nur rund ein Viertel der ausgewiesenen Spielzeit auch tatsächlich körperlich aktiv – in diesem Fall wären das ungefähr 2 Stunden und 45 Minuten. Den Rest der «ausgewiesenen Spielzeit» beschäftigen sich die vielfach hoch dotierten Spieler mit dem Zurechtrücken des Tenüs, Vorbereiten des Aufschlags, mit Schweiss abtrocknen, T-Shirt und Schweissband wechseln, Flüssigkeit und Energieriegel zu sich nehmen, Schiedsrichterentscheide bezweifeln, Racket wechseln und dergleichen mehr. Vergleicht man die effektive körperliche Betätigung der Teilnehmer dieser Sportart zum Beispiel mit Radrennfahrern, Triathleten, Marathonläufern, Boxkämpfern etc. im Verhältnis von Wettkampfdauer zu tatsächlicher körperlicher Belastung, kann man dem Leittitel wohl lediglich ein (wettkampf-) müdes Lächeln abgewinnen. Walter Zimmermann,Rüfenacht

«Unruhe» im BundesratAusgabe vom 25. Juni (u. a.) «Bundesrat. Libyen-Affäre: Jetzt ermittelt die Justiz»

Ist die «Freilassung» von Max Göldi das Geld auf einem deutschen Sperrkonto wert? «Verdient» ein Wüstendiktator die Entschuldigung der helvetischen Aussenministerin und 1,5 Millionen für die Beendigung einer Geiselnahme? Die umtriebige Micheline Calmy-Rey wirft sich gern als Staatsfrau in Pose. Departementsintern macht sie hingegen eine schlechte Figur, überrascht Stab und Korps immer wieder mit wirblig-undiplomatischen Ideen und ist dem Bundesratskollegium oft sprichwörtlich um Längen voraus: Ihre spontanen, launigen und meist nicht (genügend) abgesprochenen Aktionen werden nicht selten zu einer heiklen Mission. Wer ist für die Unruhen in der «Kollegial»behörde verantwortlich? Offenbar verbietet es die Political Correctness, die zwischenmenschlichen Probleme im Bundesrat beim Namen zu nennen. Diese Freiheit bleibt wohl nur Leserbriefschreibenden vergönnt! Thomas Feuz, Jaberg

Ablenkmanöver Diese ganze Affäre ist doch von der Wischiwaschi-Partei SVP hochgejubelt, konstruiert und in Szene gesetzt, um von ihren eigenen Unzulänglichkeiten und ihrem Zickzackkurs abzulenken. Eine Partei, die ihre Meinung andauernd ändert, ist das eine; aber eine Partei, die dann nicht zu ihrer Meinung stehen darf und einfach undemokratisch mit Stimmenthaltung glänzt, hat es wahrlich nötig, andere zu Sündenböcken zu stempeln. Ich hoffe, die Wähler werden bei den nächsten Wahlen daran denken. Jürg Grunder,Merligen

Eine Katze ist kein «Ding»Ausgabe vom 26. Juni. «Katzen und ihre Reviere. Zoff im friedlichen Wohnquartier»

Der Bericht ist interessant und realistisch. Zu denken geben sollte, wie stark die Katzenpopulation gewachsen ist. Ein Ausdruck davon sind die vielen SMS und Gratisinserate, in denen haufenweise junge Kätzchen unter dem Motto «Abzugeben und zu verschenken» wie Gegenstände feilgeboten werden. Es macht mich traurig, weil ich weiss, wie viel Leid dadurch diesen Tieren sehr oft angetan wird. Warum sind Menschen dermassen verantwortungslos und lassen ihre Katzen nicht kastrieren? Es ist eine einmalige Ausgabe im Leben, und man hat diesen Betrag schnell durch den Verzicht auf etwas Unnötiges eingespart. Die soo süssen Kätzchen sind sehr schnell ausgewachsene Katzen mit eigenem Charakter, und nicht bloss die Kinder verlieren sehr oft recht bald den Spass daran! Annemarie Özdemir, Rüfenacht

UnverschämtAusgabe vom 24. Juni. Leserbrief: «Wir geben dir, dann...» – Zum Salär von CS-Chef Dougan

Ich bin ganz der Meinung des Leserbriefverfassers Horisberger. Was da getrieben wird, schlägt dem Fass den Boden heraus. Die Millionen-Auszahlungen bei der Credit Suisse und auch bei anderen Firmen sind eine bodenlose Frechheit. Was machen diese Leute mit dem Geld? Ich würde mich schämen, dieses Geld in Empfang zu nehmen, insbesondere wenn man weiss, wie viele Familien und abseits der Hochkonjunktur Stehende kaum über die Runden kommen. Renten und AHV stagnieren, und doch ist alles teurer geworden. Darum ein «Bravo» allen, die den Mut haben, sich aus Solidarität mit den weniger gut Verdienenden und von diesen Geldinstituten und Firmen distanzieren! Johanna Saurer, Steffisburg

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