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Dumme Schweizer

Mitte Mai wird entschieden, bei wem die SBB die neuen Doppelstockzüge für 2,1 Milliarden Franken einkaufen.

Werkhalle der Stadler Rail. Arbeiter bauen einen Pendlerzug der Baureihe Flirt zusammen.
Werkhalle der Stadler Rail. Arbeiter bauen einen Pendlerzug der Baureihe Flirt zusammen.
Keystone

Ausgabe vom 26. April. «Stadler Rail. Peter Spuhler könnte leer ausgehen» Aus diversen Meldungen kann man interpretieren, dass dieser Grossauftrag nicht an die Schweizer Firma Stadler Rail geht, sondern möglicherweise an eine ausländische Grossfirma. Obschon die Firma offensichtlich sämtliche bahntechnischen Kompetenzen aufweist und als einzige Firma schon doppelstöckige Aluminiumtriebzüge gebaut hat, wird der Auftrag vielleicht wegen «einiger Franken» Differenz an eine ausländische Firma vergeben. Mit der Begründung: «Man muss sich an internationale Abkommen halten», wird dann wohl dargelegt, wieso man keinen Schweizer Hersteller berücksichtigen konnte. Mit staatlichen Investitionsprogrammen haben die Schweizer Behörden die Schweizer Wirtschaft gestützt, aber sie bringen es eventuell nicht fertig, dass die Staatsfirma SBB die Doppelstockzüge an eine schweizerische Firma vergibt. Ich kenne kein Land in der Welt, das unter solchen Voraussetzungen einen solchen grossen Auftrag nicht im eigenen Land vergeben würde, aber die Schweiz bringt dies unter Umständen fertig. Zu einem solchen Entscheid würde dann nur ein Kommentar passen: «So doof sind nur die Schweizer!» Peter Eberhart, Erlenbach

Katholiken ohne Perspektiven?Zu den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche Es ist erstaunlich, dass viele an sich aufgeklärte, kritische und vorwärtsgewandte römisch-katholische Christen den Mut und die Unabhängigkeit nicht aufbringen, ihre überlebte und von regelmässigen, systembedingten Skandalen gekennzeichnete Kirche zu verlassen. Wie Drogensüchtige an ihrem «Stoff», so scheinen sie an der im eigenen Morast versumpften Institution römisch-katholische Kirche zu hängen. Dabei gäbe es seit 140 Jahren eine naheliegende, zeitgemässe Alternative für Katholiken, die eine Kirche brauchen: die Alt- bzw. Christkatholische Kirche. Sie unterscheidet sich bezüglich der wichtigen Dinge wie Glaube, Theologie, Riten usw. nicht von der römisch-katholischen Kirche, sie verzichtet aber auf die absolutistisch-monarchistische Hierarchie mit ihrem omnipotenten Papsttum und ihrem vatikanischen Hofstaat, auf die Diskriminierung des weiblichen Geschlechts, auf das Pflichtzölibat, auf den anmassenden Anspruch, die «einzig wahre Kirche zu sein». Weitere Informationen sind unter anderem zu finden auf www.christkath.ch. Marius Romagna, Ittigen

«C» stimmt nicht mehrAusgabe vom 24. April. «CVP entfernt sich immer mehr von der Kirche» Offenbar hat sich die CVP-Führung noch immer nicht entschliessen können, ihr übles Täuschungsspiel aufzugeben. Noch immer will sich diese Partei den Wählern als christlichdemokratische Volkspartei verkaufen! Obwohl in ihrem Grundsatzpapier für die Suche nach ihrem Profil die Begriffe Gott und Kirche nicht mehr vorkommen. Vollmundig bezeichnet Nationalrätin Meier-Schatz die Kirche als eine Institution, in deren Schoss die Partei nicht zurückkehren wolle. Über der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft aber steht noch immer das Motto: «im Namen Gottes des Allmächtigen». Und die darauf basierende Politik müsste sich doch eigentlich an den Werten ausrichten, die uns durch die göttliche Offenbarung vermittelt wurden. Wenn sich nun also die einst einflussreiche CVP (früher KK) von den Kirchen bzw. ihren Gemeinschaften abwendet und damit vom überwiegenden Teil der Bevölkerung, sollten ihre Repräsentanten den Anstand aufbringen, das C aus ihrem Namen zu streichen. Valentin J. Oehen, ehem. Nationalrat, Köniz

Panik-OverdriveAusgabe vom 26. April. «Präsident des Islamischen Zentralrates. Blancho: Schelte nach TV-Auftritt» Ich bin erstaunt über die Aufmerksamkeit, die der Islamischen Zentralrat der Schweiz (IZRS) seit kurzem in den Medien erhält. Spätestens nach der letzten «Arena» kann ich den ganzen Hype nur noch als «Panik-Overdrive» bezeichnen. Bis jetzt haben meines Wissens weder Nicolas Blancho noch der IZRS gegen irgendein Gesetz verstossen noch kann man ihnen irgendein Fehlverhalten nachweisen. Zudem scheint die «Medienhetze» genau das Gegenteil dessen zu erreichen, was alle vorgeben wollen, nämlich den Einfluss des IZRS einzudämmen. Mit der Annahme der Minarett-Initiative konnten die Schweizer mit relativ harmlosen Folgen ihr Unbehagen gegenüber der muslimischen Minderheit äussern. Doch statt sachlich über dieses Unbehagen zu diskutieren, haben nun konservative christliche und fremdenfeindliche SVP-Kreise zum Totalangriff auf die Muslime geblasen. Dass ausgerechnet Christen die Moralkeule gegen die Muslime schwingen, ist bei der Vergangenheit des Christentums und der aktuellen Lage der katholischen Kirche sehr befremdlich. Will man etwa die Situation so lange aufheizen, bis irgendeinem Muslim der Kragen platzt und er irgendetwas Dummes anstellt? Bringt die Diskussion wieder auf eine sachliche Ebene zurück! Nathan Güntensperger, Biel

Viele KuchenliebhaberAusgabe vom 29. April. Banken-Regulierung. «Trotz neuer Boni-Steuer bleibt die SP hart» Wohin mit den Bankengeldern? Das Management hat es zuerst geschafft, sich ein tolles Stück von diesem Kuchen zu sichern. Neidisch geworden, verweigern die Aktionäre die Decharge. Und schliesslich meldet der Bundesrat seine Steueransprüche auf die Bonuszahlungen an. Wenn die Inflation der Kuchenliebhaber anhält, ist zu befürchten, dass es eines Tages so weit kommt, dass sogar die Bankkunden wieder einen anständigen Zins auf ihren Konten fordern, statt weiterhin bloss Bankspesen zu bezahlen! Thomas Handschin, Thörishaus

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