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Erziehungsmassnahme mit Busse belegt

Wegen Amtsmissbrauchs wurde der Berner Polizist zu einer Busse von 300 Franken verurteilt. Dies, weil ihm die Nerven angeblich versagt haben...

Ein Berner Polizist wurde wegen Amtsmissbrauchs verurteilt, weil er einem randalierenden Jugendlichen eine Ohrfeige gegeben hatte.
Ein Berner Polizist wurde wegen Amtsmissbrauchs verurteilt, weil er einem randalierenden Jugendlichen eine Ohrfeige gegeben hatte.
Keystone

Erziehungsmassnahme mit Busse belegtAusgabe vom 3. November, «Verurteilt wegen einer Ohrfeige» Wegen Amtsmissbrauchs wurde der Berner Polizist zu einer Busse von 300 Franken verurteilt. Dies, weil ihm die Nerven angeblich versagt haben. Bei mir versagen die Nerven, weil ich zur Kenntnis nehmen muss, dass es Bundesrichter gibt, die eine längst fällige Erziehungsmassnahme mit einer Strafe belegen! Hätten diese Jugendlichen schon früher wegen unflätigen Benehmens eine Ohrfeige erhalten, hätten sie sich heute etwas anständiger benommen. Menschen, die im öffentlichen Dienst arbeiten (Buschauffeure, Lehrer, Polizisten), müssen heute gewärtigen, dass sie wegen deutlichen Zurechtweisens noch bestraft werden. Das ist leider so, wie ich mir von berufsmüden Angestellten erklären lassen musste. Die Früchte dieser modernen Erziehungsmethoden erntet die Gesellschaft täglich. Ich befürworte sicher nicht die in früheren Jahren üblichen handgreiflichen Methoden. Aber irgendwo müssen Grenzen gesetzt werden. Das vermisse ich heute bei unsern Gesetzgebern. Sie verdienen dafür mental eine Ohrfeige – im Gegensatz zu den St.Galler Polizeibehörden, die kürzlich ohne lange Absprache mit den Bundesrichtern greifbare Massnahmen gegen die Hooligans in Kraft gesetzt haben. Sie verdienen eine Rose. August Blum, Köniz

Ansporn für Randalierer Langsam frage ich mich schon, ob unser Bundesgericht noch glaubwürdig ist. Ein Jugendlicher, der sich bei einem Fest mit Kollegen volllaufen lässt und diese dann angreift, muss von der Sanitätspolizei und der Polizei in den Notfall eingeliefert werden. Es reichte aber noch nicht. Dieser Lümmel randaliert im Notfall weiter, bespuckt den Polizisten und gibt ihm noch einen Tritt. Dass dem Polizisten jetzt der Geduldsfaden reisst und er dem unerzogenen Flegel eine Ohrfeige gibt, ist für jeden normal denkenden nachvollziehbar. Nicht aber für diesen Burschen. Anstatt sich zu schämen für sein unflätiges Benehmen, klagt er den Polizisten ein und geht sogar bis vor das Bundesgericht. Offenbar sind die Eltern mit ihrem Nachwuchs einer Meinung, denn sonst hätten sie ihn wohl gestoppt. Dass aber das Bundesgericht den Polizisten zu einer Busse von 300 Franken verurteilt, weil es die Ohrfeige als Amtsmissbrauch auslegt, ist für mich und ganz sicher auch für viele andere Leute nicht nachvollziehbar. Einmal mehr ist dieses Gerichtsurteil ein Absteller für die Polizei und ein Ansporn für die Randalierer. Ursula Schudel, Bern

Weltfremde Richter Da kann sich einer sinnlos besaufen, eine Schlägerei vom Zaun brechen, andere und sich selber verletzen, Sanitätspersonal und Ordnungskräfte beschimpfen und grob tätlich werden – und wenn ihn dann einer zur Räson bringen will – mit zwei Ohrfeigen, weil reden nichts geholfen hat, dann wird er von unseren höchsten Richtern als Schuldiger bestraft. Weil er seine Position als Polizist ausgenützt habe Das Signal, das von unserer «Recht»sprechung ausgeht, heisst: Jeder kann die Sau rauslassen, wie er will; Konsequenzen hat dies höchstens für die anderen. Keine sehr grosse Hilfe für unsere Polizisten, aber auch für Eltern, Lehrpersonen, Lehrmeister. Ich danke allen Polizisten, die trotz weltfremden Richtern weiterhin ihren Dienst tun. Eva Bichsel, Uetendorf

Ein Schlag ins Gesicht Das Urteil, welches das Obergericht gefällt und das Bundesgericht bestätigt hat, ist für Polizeiangehörige sprichwörtlich «ein Schlag ins Gesicht» und wird auf die Dauer nicht ohne Folgen bleiben! – Seit den 90er-Jahren haben sich Gewaltvorkommnisse gegen die Polizei verdreifacht. Das vorliegende Urteil ist kontraproduktiv und gibt dieser Tendenz weiter Auftrieb. – Viele rufen heute nach mehr Polizeipräsenz und nach mehr Sicherheit. Wollen wir das wirklich? Unter diesen Umständen wird sich manch einer, welcher sich vielleicht für den Polizeiberuf interessiert hätte und dafür geeignet gewesen wäre, sagen: «Was kümmern mich die Händel anderer! Ich lasse mich deswegen doch nicht schlagen, ohne dass ich mich zur Wehr setzen darf! – Oder wenn ich auf einen Angriff ‹menschlich› oder reflexartig reagiere, dafür noch bestraft werde!» – Ja und bei vielen Polizistinnen und Polizisten, die heute für uns alle im Dienst stehen, sinkt die teils schon angeschlagene Arbeitsmoral begreiflicherweise erneut, weil sie den offenbar realitätsfremden «Schreibtischtätern» hilflos ausgeliefert sind! Peter Lanz, Thun

Echte ToleranzAusgabe vom 31.Oktober, Kolumne von C. Zanetti: «Toleranz ist, wenn es wehtut» Toleranz soll also wehtun. Wenn der Autor sich dazu noch als Vertreter der Zürcher SVP ausweist, erweckt der Titel der Kolumne ganz besondere Aufmerksamkeit. Wie der Kolumnist finde auch ich die Meinungsäusserungsfreiheit sehr wichtig und bedaure die paar wenigen lokal ausgesprochenen Verbote der Plakatwerbung für die Anti-Minarett-Initiative. Wie steht Herr Zanetti nun aber zur Glaubensfreiheit, die ebenfalls verfassungsmässig verbrieft ist? Ist sein echtes Anliegen nicht vor allem ein Minarettverbot, sein Zetern gegen die bösen Linken Ablenkung von seiner eigenen Intoleranz? Und so stelle ich die Frage, um die es wirklich geht: Was sonst als eine klare Absage des Schweizervolkes kann uns vor der beschämenden SVP-Initiative und hoffentlich auch zukünftiger unsäglich primitiver Plakatwerbung dieser Partei schützen? Beim bevorstehenden Urnengang werden wir beweisen können, was echte Toleranz ist. Max Flury, Münchenbuchsee

Stunde der WahrheitAusgabe vom 31.Oktober, «BDP. Schon 6000 Mitglieder» Kann mir Herr Grunder etwas Positives oder etwas Wichtiges aufzeigen, das die BDP bis heute gemacht hat? Ein neuer Besen kehrt immer gut. Doch einmal muss auch die BDP Farbe bekennen, und dann schlägt die Stunde der Wahrheit. Immerhin ist bei Herrn Grunder das linke Auge schon ein wenig aufgegangen. Bereits haben die linken und die linksgrünen Politiker signalisiert, sie werden Frau Widmer bei den Erneuerungswahlen nicht mehr wählen, da sie ein wenig zu stark bürgerlich politisiere. Herr Grunder merkt bereits, dass die Wahl von Frau Widmer nur Mittel zum Zweck war. Wie sagt man doch so schön: «Den Kartoffeln gehen die Augen am besten auf, wenn sie so richtig im Dreck stecken!» Werner Stucki, Gümmenen

Wasser auf die Mühlen der GegnerAusgabe vom 31.Oktober «Schweinegrippe. Startschuss fürs Impfen» Ich bin kein Freund von Verschwörungstheorien, und die Tatsache allein, dass einige Pharmakonzerne an der sogenannten Schweinegrippepandemie Milliarden verdienten, würde kaum Argwohn wecken. Letztlich sind wir alle froh, dass das Virus H1N1 trotz weltweiter Präsenz und seltsamen Unfällen in Impflaboratorien nicht zum Mörderkeim mutierte. Ungeachtet dessen wird nun eine Impfkampagne gegen ein Grippevirus lanciert, das rund zehn Mal weniger Todesfälle verursacht als die saisonale Grippe! Die Tatsache, dass der Impfstoff im Schnellverfahren durchgeschleust wurde, Spuren von Quecksilber und ein schlecht untersuchtes Adjuvans enthält, weckt zusätzliche Bedenken, die Impfung mit gutem Gewissen zu empfehlen. Diese Ungereimtheiten geben den Impfgegnern Aufwind. Angesichts der Tatsache, dass wir mit unserer neun Monate alten Tochter in einer Gegend wohnen, wo mehr als ein Drittel der Kinder nicht gegen Masern geimpft ist, zumindest ein Ärgernis. Dr. med. Daniel Beutler, Mühlethurnen

Selbstständig handeln In der Zeitung gelesen: Wer sich zur Impfung gegen die Schweinegrippe welche Gedanken machen muss. Dummheit, Angst und Krankheit entstehen pandemieartig auch durch die Wortwahl der Journalisten. Es wird Mann, Frau, Kind, Alt, Jung, Gesund und Krank tagesbefehl- mässig eingehämmert, was gemacht werden muss. Das autonome, selbstverantwortete Denken und Handeln wird so ausgemerzt. Diese Schurnis sind Zuhälter der Krankmacher-Industrie mit ihren hohen Gehältern. Sie helfen mit, das abzutöten, was den Menschen zum Menschen macht. Liebe Journalisten, denkt und schreibt selbst-ständig und selbst-verantwortet aus euren Herzgedanken und sucht nicht die Essenz im Abgang der schlecht verdauten Brotgebernahrung. Michel Seiler, Trubschachen

Gefährliche Impfung Die Arzneimittel-Zulassungsbehörde Swissmedic hat für die Schweiz entschieden, den Schweinegrippeimpfstoff mit Pandemrix nicht bei Schwangeren, Kindern unter 18 Jahren und Senioren über 60 anzuwenden, weil der Impfstoff verstärkende Zusätze und quecksilberhaltige Konservierungsstoffe enthält. Den Risikogruppen wird nun ein unbedenklicheres Impfserum verabreicht. Pandemrix wird nur noch den gesunden Erwachsenen verabreicht, die ohnehin keine Probleme mit der harmlosen Erkrankung hätten. In Deutschland empfiehlt das zuständige Paul-Ehrlich-Institut, weiter alle Personen mit Pandemrix zu impfen, da dieser Impfstoff für alle Mitgliedstaaten der EU zugelassen sei. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt den Impfstoff mit Pandemrix jenen Gruppen, die in der Schweiz von der Impfung mit Pandemrix ausgeschlossen sind. Es scheint, als wolle die Schweiz mit dieser Änderung den Risikogruppen ihre Bedenken zur Impfung nehmen. Dabei zeigten diese Widersprüche, wie gefährlich die Schweinegrippeimpfung in Wirklichkeit ist.>br> Bernhard Dura, ChurKapituliert die SBB?Ausgabe vom 30.Oktober Bahnverkehr. Mehr spielen – weniger Ruhe Mehr spielen für die Jüngsten ist gut. Weniger Ruhe für Ältere und am PC Arbeitende durch Abschaffung der Ruheabteile in der 2.Klasse (und die 1.Klasse?) ist ein Armutszeugnis für die teure SBB. Mit den fadenscheinigen Argumenten für die Abschaffung sind Anstand und Rücksichtnahme auf der (Bahn-)Strecke geblieben. Kapitulation vor dem Zeitgeist? Schade! Hubert Langsch, Zollikofen

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