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Es werde Geld (5)

74 Prozent unserer Online-User haben dafür gestimmt, dass Elsi Reimann aus Bärau weiterschreiben soll.

Lange Zeit haben die Menschen auf dem Markt ihre Waren getauscht. Es gab Geldsysteme, die über Jahrhunderte Reichtum geschenkt haben. Zum Beispiel in Ägypten. Dieses Geld war an eine bestimmte Menge Getreide gebunden. Weil Getreide aber von den Mäusen gefressen wurde oder verschimmelte, nahm der Wert des Geldes innerhalb eines Jahres um etwa 10 Prozent ab. Das Land erlebte eine Hochkultur – bis die Römer kamen. Diese änderten das Geldsystem, sie pressten Gold und Silber zu Münzen. Um das Jahr tausend wurde Papiergeld eingeführt. Das Geld war an Gold gebunden. Präsident Nixon beendete 1971 die Golddeckung des Dollars, und seither ist unser Geld nur mit zirka 10 Prozent Bankrücklagen bei der Nationalbank gedeckt.

15 Prozent unseres Geldes existieren in Form von Noten oder Münzen. Sie werden unter Aufsicht der Nationalbank in Umlauf gebracht. 85 Prozent des Geldes entstehen, wenn wir einen Kredit aufnehmen. Dieser existiert nur als eine Zahl, als Buchgeld. Wir glauben, dass jemand Geld gespart hat und die Geschäftsbank uns dieses Geld gibt. Sie kann aber 90 Prozent mehr Geld aus dem Nichts «machen», als ihr Einlagen zur Verfügung stehen. Alles Geld wird als Kredit aus dem Nichts geschöpft. Diese Kredite müssen unendlich wachsen, da wir für unsere Schulden ja auch Zins und Zinseszins bezahlen müssen. Wenn wir heute alle Schulden zurückbezahlen, gibt es morgen kein Geld mehr. Womit bezahlen wir Zins und Zinseszins? Mit mehr Schulden. Ist das einer der Gründe, warum überall Geld fehlt?

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