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Geld soll arbeiten (4)

72 Prozent unserer Online-User haben dafür gestimmt, dass Elsi Reimann aus Bärau weiterschreiben soll.

Mein Freund hat 500'000 Franken geerbt und legt dieses Geld für seinen neugeborenen Enkel an. Bei relativ sicheren Anlagen kann er mit durchschnittlich 5 Prozent Rendite rechnen. Ich frage ihn, wie lange es geht, bis sein Enkel von den Zinsen leben kann. «Mit 14 Jahren hat er 1 Million, und das ergibt im Jahr einen Zins von 50000 Franken. Wenn mein Enkel sein Geld weiter für sich arbeiten lässt, hat er mit 28 Jahren 2 Millionen. Er kann für seine beiden Kinder wieder je 500'000 Franken anlegen. Alles in allem werden er und seine Kinder nach weiteren 14 Jahren 4 Millionen besitzen. Mit 42 Jahren kann er sich zur Ruhe setzen. Er bekommt im Jahr Zinse im Wert von 100'000 Franken, seine Kinder je 50'000.» Das will ich doch genauer wissen, daher frage ich meinen Freund, was die Bank mit dem Geld macht, damit es arbeitet.

Er erklärt mir: «Sie suchen Menschen oder Länder, die Kredite aufnehmen und Zinsen bezahlen für ihre Schulden. Einen Teil des Geldes legen sie in Aktien und anderen Wertpapieren an.»

Aha, sage ich, «dann müssen sich alle 14 Jahre doppelt so viele Menschen verschulden, und der Aktienmarkt muss sein Volumen alle 14 Jahre verdoppeln». – «Oder die Wirtschaft muss entsprechend wachsen, rationalisieren, umstrukturieren und Produktionswege verbessern», erklärt er mir.

Wenn das so ist, frage ich mich, warum der Staat nicht jedem Kind 500'000 Franken schenkt – dann hätten nach 14 Jahren alle ein schönes Grundeinkommen.

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