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Krebsgeschwüre (2)

83 Prozent unserer Online-User haben dafür gestimmt, dass Elsi Reimann aus Bärau weiterschreiben soll.

Im frühen Christentum nannte man allen Zins Wucher. Zins nehmen war für Christen mehr als 1500 Jahre lang verboten, und wenn Zins genommen wurde, gab es Regeln. Die Schulden mussten in bestimmten Abständen erlassen werden. Das Zinssystem, wie es heute existiert, wurde erst nach der Reformation eingeführt. Seither ist es ungefähr alle 70 Jahre zusammengebrochen, worauf jeweils Wirtschaftskrisen, Hungersnöte und Kriege folgten.

Wenn ich heute meinem Enkel 500'000 Franken mit 5 Prozent Rendite anlege und er das Geld für sich arbeiten lässt, kann sein Enkel in 70 Jahren 16 Millionen erben, und in 84 Jahren sind es bereits 32 Millionen. Dies bedeutet, dass die Bank alle 14 Jahre doppelt so viel Geld anlegen muss.

Zum Beispiel werden heute an den Devisenmärkten täglich 2 Billionen Dollar umgesetzt. Nur 2 Prozent dieser Summe werden für den An- und Verkauf von Gütern genutzt. Der Rest ist Spekulation. Eine Steuer von nur 1 Prozent auf Devisenspekulationen könnte so viel Geld generieren, dass wir den Welthunger aufheben könnten.

Wenn an einem Wochenende die höchsten Politiker der ganzen Welt beschliessen, 1000 Milliarden Dollar in ein kollabierendes Finanzsystem zu spritzen, warum ist es nicht möglich, eine Steuer für Devisenspekulationen ins Leben zu rufen?

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