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Verdeckte Zinsen (6)

64 Prozent unserer Online-User haben dafür gestimmt, dass Elsi Reimann aus Bärau weiterschreiben soll.

Die meisten Menschen glauben, nur dann zinspflichtig zu sein, wenn sie Kredite aufnehmen. Sie wissen nicht, dass in jedem Artikel mindestens 30 Prozent verdeckte Zinsen enthalten sind. Wenn der Bauer Milch produziert, benötigt er Ställe, Häuser und Maschinen. Einen Teil seiner Aufwendungen lässt er durch Kredite einer Bank finanzieren. Er muss für die Milch so viel verlangen, dass er die Zinsen bezahlen kann. Die Maschinen, die er gekauft, und die Baufirmen, die er beauftragt hat, haben in ihren Preisen die Kapitalkosten ebenfalls verrechnet. Die Molkerei, eine AG, hat ihrerseits Kredite aufgenommen. Damit die Aktionäre befriedigt und die Zinsen bezahlt werden können, rechnet sie ihre Kapitalkosten auf die Preise. Auch der Grossverteiler rechnet wie alle Anderen vor ihm die Zinsen dazu. Der Konsument bezahlt schliesslich 30 bis 40 Prozent Zinsen für jedes Glas Milch. Im Gegensatz zur Mehrwertsteuer sind diese Kosten verdeckt. Allein die Verzinsung der Staatsschulden beträgt in der Schweiz pro Person 1500 Franken im Jahr.

Alles in allem profitieren nur 10 Prozent Superreiche vom Zinssystem. Für weitere 10 Prozent der Bevölkerung halten sich Zinseinnahmen und -ausgaben etwa die Waage. 80 Prozent der Bevölkerung bezahlen in ihrem Leben viel mehr Zinsen, als sie über die Altersvorsorge zurückbekommen. Mit anderen Worten, wir arbeiten 4 Monate im Jahr, um die Superreichen reicher zu machen. Kein Wunder, wenn wir alle überfordert sind und keine Zeit mehr haben, das Leben zu geniessen.

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