Calle Andersson macht sich keine Sorgen

Das Team Kari Jalonens, das heute Freitag Lausanne empfängt, zeigt derzeit ungewohnte Schwächen.

Calle Andersson ist trotz drei Niederlagen in Serie zuversichtlich.

Calle Andersson ist trotz drei Niederlagen in Serie zuversichtlich.

(Bild: Marc Schumacher/freshfocus)

Adrian Ruch

Kari Jalonen, Cheftrainer des SC Bern, pflegt Niederlagen nach Penaltyschiessen in seinen Ausführungen als Unentschieden zu bewerten. Doch die Realität ist: Der SCB hat dreimal in Folge verloren.

Und das ist seit dem Amtsantritt des Finnen vor über drei Jahren eine Rarität. In der vergangenen Saison kam es einmal vor: Nachdem sich die Mutzen die Poleposition vorzeitig gesichert hatten, wurden sie zum Abschluss der Qualifikation zweimal sowie zum Playoff-Auftakt bezwungen.

Eine längere Negativserie hat es in der Ära Jalonen nur einmal geben. Ende November/Anfang Dezember 2017 unterlag der SCB viermal hintereinander, allerdings nur einmal nach 60 Minuten. Zudem befand er sich damals punktemässig in einer komfortablen Situation.

Das ist diesmal, nach nur fünf absolvierten Partien, einem desolaten Auftritt in Lugano und vor den Begegnungen gegen Lausanne und Zug, anders. «Wir halten uns nicht an das System, stehen oft am falschen Ort», sagt Yanik Burren.

Und Verteidigerkollege Calle Andersson fügt an: «Wir spielen nicht unser Spiel. Wir erhalten zu viele Tore, und unser Powerplay funktioniert nicht.»

Keine Dominanz im Slot

Selbstkritik ist die Basis für eine Kurskorrektur. Und die scheint nach der schwachen Leistung in Lugano zwingend. Die Berner gaben einen einzigen Schuss aus dem Slot ab; er führte in doppelter Überzahl zum Treffer Andrew Ebbetts.

Vor dem eigenen Gehäuse liessen sie die Tessiner derweil oft gewähren und so Goalie Niklas Schlegel im Stich. Burren, der seit dieser Saison mit Miika Koivisto ein Abwehrduo bildet, räumt ein, sie hätten zu viele Tore bekommen.

«Wir kommunizieren viel und befinden uns in Bezug auf die Angriffsauslösung auf derselben Wellenlänge, aber defensiv müssen wir stabiler werden.» Letzteres gilt beim SCB momentan für alle ausser den ersten Block.

Andersson hat keine schlüssige Erklärung für die Schwächen des Meisters. Der Schwede mit Schweizer Lizenz sagt aber: «Ich mache mir keine Sorgen, denn ich habe Vertrauen in die Teamkollegen. Wir haben viel Qualität in der Mannschaft.»

An Klasse mangelt es auch Lausanne und Zug nicht, doch auch die Widersacher von heute und morgen sind den Vorschusslorbeeren bisher nicht gerecht geworden. «Egal, gegen wen – wir müssen einfach gewinnen», stellt Burren fest. «Es gibt sowieso keine schlechten Gegner mehr.»


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