SCB verliert und scheidet aus

Der SC Bern scheitert in der Champions Hockey League einmal mehr frühzeitig. Nach dem 0:3 daheim resultiert bei Lulea ein 2:4.

Pascal Caminada zum zweiten Mal geschlagen. Foto: Simon Eliasson (Freshfocus)

Pascal Caminada zum zweiten Mal geschlagen. Foto: Simon Eliasson (Freshfocus)

Adrian Ruch

In der Coop-Norrbotten-Arena ertönte nach dem Treffer Robin Kovacs die Sirene, für Berner Ohren musste das Geräusch an das Platzen eines Ballons erinnern. Jedenfalls war beim SC Bern in diesem Moment die Luft draussen.

Dabei war die Mannschaft Kari Jalonens nach dem 0:3 im Champions-League-Hinspiel gegen Lulea mit der Absicht nach Lappland gereist, das Unmögliche möglich zu machen. Die ersatzgeschwächten Mutzen agierten jedenfalls mutig, selbst in Unterzahl. In der 6. Minute stürmten während eines Powerplays Luleas mit dem scheibenführenden Ramon Untersander, Thomas Rüfenacht und Andrew Ebbett gleich drei Berner nach vorne und sorgten durch den Kanadier für den Führungstreffer, der Hoffnung aufkeimen liess. Dies galt umso mehr, als der schwedische Tabellenzweite mit dem Forechecking der Besucher anfänglich Mühe bekundete. In der 12. Minute traf Tristan Scherwey die Latte, kurz darauf kam Simon Moser zu einer Grosschance – eine Überraschung war zu diesem Zeitpunkt zumindest nicht undenkbar.

Doch dann kam eben das 1:1, weil Pascal Caminada nach einem harmlosen Schuss die Scheibe zwischen den Schonern hindurch über die Linie kullern liess. Einen groben, entscheidenden Fehler macht derzeit beim SCB fast immer einer. Diesmal war es der Goalie, der im Hinspiel für den unsicheren Niklas Schlegel eingewechselt worden war und danach (auch in der Meisterschaft) gut gehalten hatte. Spätestens, als Arttu Ilomäki das 2:1 gelang, war klar, dass der Achtelfinal respektive Lappland für die Mutzen Endstation bedeuten würde. Daran änderte auch das Weitschusstor Yanik Burrens nichts mehr.

«Zu viele Gegentore»

Letztlich siegte Lulea dank einem Hattrick Ilomäkis, der noch zweimal im Powerplay getroffen hatte, 4:2. Wie der Match ausgegangen wäre, wenn Scherwey statt ans Metall ins Netz geschossen und Caminada rechtzeitig die Beine geschlossen hätte, ist reine Spekulation. «Wir begannen stark, liessen danach aber zu viele Gegentore zu», sagte Alain Berger. Wie es sich für einen guten Teamkollegen gehört, vermied es der Stürmer, Caminada die Schuld an der Niederlage zu geben. Aber er hielt fest: «Wir müssen aufhören, Geschenke zu verteilen. Diese Flüchtigkeitsfehler müssen wir abstellen.» Dem ist nichts beizufügen.

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