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LeserreaktionenCorona: Mehr Rücksicht auf die Psyche

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Hygienehinweise des BAG im leeren Berner Bahnhof.
Hygienehinweise des BAG im leeren Berner Bahnhof.
keystone-sda.ch

Zum Coronavirus

Gewarnt, gedroht, befohlen

Viele von uns Alten erinnern sich an Verdunkelung, Lebensmittelkarten, den Vater im Militärdienst, nächtlichen Sirenenalarm und an die unendliche Angst der Eltern
und Grosseltern vor einem Überfall einer fremden Armee vor etwa 80 Jahren. Zurzeit wird gewarnt, gedroht, befohlen, angewiesen und Angst gemacht, dass die Balken krachen. Ich bitte um etwas mehr Rücksicht auf die Psyche von alten und jungen
Menschen.

Heinrich Megert, Langenthal

Helfen wir uns gegenseitig

Bei der Klimakrise und bei Covid-19 bedarf es der Solidarität: Covid-19 verlangt von der jüngeren Generation, dass sie ältere Menschen schützt. Umgekehrt hängt das Überleben der jüngeren Generation von der Solidarität älterer Menschen ab, welche Gesellschaft, Wirtschaft und institutionelle Politik prägen: Die Krisenmilliarden sollten genutzt werden, um Menschen in finanziellen Notlagen zu helfen und die Wirtschaft zukunftstauglich wiederaufzubauen. Denn für die junge Generation ist eine Wirtschaft, die weiter auf fossile Brennstoffe setzt, fatal. Helfen wir uns also auch gegenseitig!

Jan Schuller, Bern

Zitat des Tages

«Ich bitte um etwas mehr Rücksicht auf die Psyche von alten und jungen Menschen.»

Heinrich Megert, Langenthal

Dem Schöpfer zuwenden

Es ist merkwürdig, was das Coronavirus gesellschaftlich bewirkt. Einerseits zwingt es uns zum Distanzhalten, mindestens zwei Meter, kein Händeschütteln, keine Umarmungen. Andererseits spürt man ein stärkeres Zusammenrücken durch Solidarität und Hilfsbereitschaft. So wird die Krise zur Chance für eine Gesellschaft, in der Werte wie Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe mehr Bedeutung erhalten und gelebt werden. Könnte die Krise nicht ein Anlass dafür sein, uns unserem Schöpfer zuzuwenden («Näher, mein Gott, zu dir!»)– im Gebet, im Fragen nach Gottes Willen? Er wird uns vielleicht nicht mit einem Schlag die Viren vertreiben, aber wir können seine Nähe wohltuend erfahren.

Willy Heger, Frutigen

Zu «BKW erzielt rekordhohen Gewinn von 404 Millionen Franken»

Nicht in Ordnung

Bei meinen Stromkosten von jährlich fast 600 Franken (Einfamilienhaus) frage ich mich schon: Ist es richtig,
mit dem Reingewinn von
404 Millionen die Aktionäre zu füttern? Es ist endlich an der Zeit, die Stromtarife zu senken. Anstelle einer Rückvergütung in Anbetracht des Gewinnes könnte die BKW jedem Strombezüger einige Aktien schenken, damit er beim nächsten Gewinn auch profitieren könnte. Das Vorgehen der BKW ist volkswirtschaftlich nicht in Ordnung, und ich hoffe auf einen freien Strommarkt, bei dem auch die BKW vermutlich die Tarife senken muss.

Guido Karrer-Matter, Röschenz