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Coronavirus im Kanton Bern +++ 304 Neuinfektionen +++ 9 Todesfälle +++ 76 Fälle der mutierten Virus-Varianten

In den letzten 24 Stunden wurden 304 Bernerinnen und Berner positiv getestet. Durch die Zulassung des Moderna-Impfstoffes kann der Kanton seine Kapazitäten erhöhen. Alle News im Ticker.

Corona-Lage im Kanton Bern (Stand 15.1.2021)

Positive Tests: 47'672 (+304 innerhalb der letzten 24 Stunden)

Todesfälle: 800 (+9 innerhalb der letzten 24 Stunden)

Anzahl Tests Kalenderwoche 1: 18'454 (Positivitätsrate: 13,2%)

R-Wert: 0,85 («100 Neuinfizierte stecken im Schnitt 85 Personen an»)

Die aktuellen Corona-Massnahmen für den Kanton Bern, finden Sie hier: Das gilt aktuell im Kanton Bern

LIVE TICKER

4500 Personen geimpft

Im Kanton Bern sind seit dem Impfstart am Montag über 4500 Personen mit einer ersten Dosis gegen Covid geimpft worden. Am Freitag gaben die Behörden zusätzliche Impftermine frei.

Die 15'000 frei geschalteten Impftermine kommen zu den seit einer Woche angebotenen 40'000 Terminen hinzu. Mit dem neuen Impfstoff von Moderna könne der Kanton Bern seine Impfkapazität weiter hochfahren, sagte Frank Neff, Mitglied des Sonderstabs am Freitag vor den Medien.

Impfungen in Spitälern und dann in Arztpraxen

Die 26'000 zusätzlichen Moderna-Impfdosen ermöglichten es, nebst den zusätzlichen Terminen in den Impfzentren die Kapazitäten der Heimimpfungen deutlich zu erhöhen. Laut Neff soll in einem nächsten Schritt auch direkt in den Spitälern geimpft werden. Erst später sind die Arztpraxen an der Reihe.

Risikopatienten anmelden

Die Hausärzte hätten es jedoch in der Hand, ihre Risikopatienten für die Impfzentren anzumelden, sagte Neff. Je nach Buchungsstand der Termine durch die Gruppe A (über 75-Jährige) will der Kanton schon nächste Woche die Gruppe B zulassen: Hochrisiko-Personen ab 16 Jahren, die über ein entsprechendes ärztliches Attest verfügen. (sda)

Bald neun Impfzentren im Kanton

Nächsten Montag werden in Langenthal und Biel zwei weitere Impfzentren eröffnet. Am 25. Januar folgt Langnau als letzter der neun Impfzentren. Im Vollbetrieb können diese Zentren täglich bis zu 5000 Dosen verabreichen.

Zusammen mit den Heimen, Spitälern, mobilen Impfteams, Hausärzten und Apothekern könnte die Impfkapazität auf über 8500 Dosen pro Tag erhöht werden – sofern genügend Impfstoff zur Verfügung steht. (sda)

76 Fälle der mutierten Virus-Varianten

Im Kanton Bern sind bislang 76 Fälle mit einer der mutierten Virus-Varianten bestätigt, wovon 58 der britischen Variante zugerechnet werden – 28 davon wurden in Wengen gefunden, wie Laut Kantonsärztin Linda Nartey am Freitag sagte. In Wengen befindet sich auch das grösste Ansteckungs-Cluster für die schneller übertragbare Variante.

Nartey rechnet im Moment mit rund ein Prozent aller Ansteckungen, die auf das mutierte Virus zurückzuführen sind. Doch dieser Anteil liege vermutlich höher, da man erst vor wenigen Tagen mit der genauen Untersuchung begonnen haben. (sda)

304 Neuinfektionen, 9 Todesfälle

Wie Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg am Freitagnachmittag vor den Medien bekanntgab, sind im Kanton Bern nunmehr 47'672 laborbestätigte Fälle registriert worden. Das sind 304 positive Tests mehr als noch am Donnerstag. Bei insgesamt 2795 durchgeführten Tests ergibt sich eine Positivitätsrate von 10,9 Prozent.

212 Personen befanden sich am Freitagmorgen in Spitalpflege, das sind 18 weniger als am Vortag. Auf der Intensivstation befinden sich 39 Covid-Patienten (-5), davon sind 32 auf ein Beatmungsgerät angewiesen (-2).

Schnegg sprach ausserdem von 800 Verstorbenen seit Beginn der Pandemie, was heisst, dass in den letzten 24 Stunden neun Todesfälle hinzugekommen sind. (mb)

Zusätzliche Impftermine für 7500 Personen

Durch die Zulassung des Moderna-Impfstoffes kann der Kanton Bern seine Impfkapazität erhöhen. Die Impfzentren schalten heute 15'000 weitere Impftermine auf der Internetseite des Kantons auf. Weitere 7500 Personen können sich somit für eine Erst- und Zweitimpfung anmelden. Personen, die nicht in der Lage sind, sich online selber zu registrieren, erhalten Unterstützung über die Registrierungs-Telefonnummer des Kantons 031 636 88 00.

Zur Impfung zugelassen sind vorderhand nur Menschen ab 75 Jahren. Je nach Buchungen der neuen Termine könnte schon nächste Woche die nächste Impfgruppe zugelassen werden: Personen ab 16 Jahren mit chronischen Krankheiten mit höchstem Risiko. Sie brauchen ein ärztliches Attest, das sie am besten schon jetzt organisieren, jedoch erst am Impftermin vorweisen müssen.

Weitere Impfzentren in Biel, Langenthal und Langnau

Bereits eröffnet haben im Kanton Bern sechs Impfzentren. Am 18. Januar nehmen zwei weitere Impfzentren in Biel und Langenthal den Betrieb auf. Am 25. Januar wird das letzte der neun Impfzentren im Kanton Bern eröffnen: jenes in Langnau. (pd)

Weitere 1000 Personen geimpft

Im Kanton Bern sind innert eines Tages erstmals über 1000 Personen geimpft worden. Damit steigt die Zahl der mit einer ersten Dosis Geimpften seit anfangs Woche auf 3218 Personen.

Am Donnerstag erhielten 1095 Personen einen erste Spritze, wie den am Freitagmorgen aktualisierten Zahlen auf der Impfwebseite des Kantons Bern zu entnehmen ist. Die täglichen Zahlen steigen seit Impfstart kontinuierlich. Am Montag wurden 573 Personen «gepiekst», am Dienstag 745, am Mittwoch 805 und am Donnerstag 1095.

Sobald genügend Impfstoff zur Verfügung steht, sollten im Kanton Bern täglich bis zu 5000 Personen geimpft werden können. In der ersten Phase steht die Impfung ausschliesslich Personen über 75 Jahren zur Verfügung. (SDA)

Pro Senectute hilft Senioren bei Anmeldung für Impftermin

Weil die Anmeldung für einen Impftermin gegen das Coronavirus für Seniorinnen und Senioren mitunter nicht ganz einfach zu bewerkstelligen ist, bietet die Organisation Pro Senectute nun Unterstützung an.

Die ersten Impftermine, die am Montag im Kanton Bern verfügbar waren, waren rasch ausgebucht. Per Telefon war kaum ein Durchkommen und die digitale Anmeldung war für viele Seniorinnen und Senioren eine hohe Hürde, namentlich weil viele der über 75-Jährigen keinen Internetzugang haben.

Seniorinnen und Senioren, die Unterstützung bei der Anmeldung brauchen, können sich telefonisch bei den Pro Senectute-Beratungsstellen melden, wie die Organisation am Freitag mitteilte. Die Unterstützung ist kostenlos.

Aktuell können sich im Kanton Bern ältere Menschen ab 75 impfen lassen. Weitere Impfgruppen werden nach Verfügbarkeit des Impfstoffs nach und nach zugelassen. (SDA)

Schärfere Quarantäneregeln

Der Kanton Bern setzt als einer der ersten Kantone schärfere Quarantäneregeln um. Das ergab eine Recherche des «Bund». So sollen laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) bei möglichen Ansteckungen mit den neuen Varianten nicht nur die direkten Kontaktpersonen in die Quarantäne, sondern auch deren Kontakte. Wenn also in einer Schulklasse ein Corona-Fall auftritt, müssen zukünftig nicht nur die Klassen-Gspänli, sondern auch deren Eltern und Geschwister in Quarantäne. Die Empfehlungen des BAG sind wegen der ansteckenderen Virusmutationen angepasst worden. (bol)

Engstligenalp nimmt Betrieb wieder auf

Wegen zu hoher Umsatzeinbussen durch den Beizen-Lockdown entschied sich die Verantwortlichen des Schneesportgebiets Adelboden-Engstligenalp Anfang Januar, den Betrieb bis vorerst am 22. Januar ganz einzustellen.

Nun ist klar: Trotz verschärfter Corona-Massnahmen ab Montag wird das Skigebiet seinen Betrieb ab Samstag, 23. Januar wieder aufnehmen. Man wolle der Bevölkerung auch in diesen schwierigen Zeiten die Möglichkeit bieten, sich an der frischen Bergluft zu bewegen, lässt sich Geschäftsführer Dominik Honegger in einer Medienmitteilung zitieren.

Auch die Fondue- und Schlaf-Iglus werden wiedereröffnet, jedoch bleibt das Fondue-Essen in den Iglus den Übernachtungsgästen vorbehalten. Für Tagesgäste wolle man ein Take-Away-Angebot bereitstellen, heisst es im Communiqué. (chh/pd)

246 Neuinfektionen, Positivitätsrate rückläufig

Am Donnerstag vermeldet der Kanton Bern auf seiner Website 246 neue Fälle. Bei 2285 durchgeführten Test entspricht dies einer Positivitätsrate von 10,8 Prozent (zum Vergleich: Vor einer Woche betrug diese noch 16.7 Prozent).

In den letzten 24 Stunden sind zwei Personen an oder mit Covid-19 gestorben, was die Zahl der Todesopfer seit Beginn der Pandemie auf 791 erhöht.

Auch die Hospitalisationszahlen sind rückläufig: Aktuell befinden sich 230 Personen in Spitalpflege (-11). 44 Menschen liegen auf der Intensivstation, 34 von ihnen müssen künstlich beatmet werden. (ske)

2123 Personen innert 3 Tagen geimpft

Seit Impfstart am Montag haben sich bislang 2123 Bernerinnen und Berner impfen lassen. Am Montag waren 573 Personen geimpft worden, am Dienstag 745 und am Mittwoch 805. Die Zahlen des Vortags werden jeweils am Morgen des Folgetages um 8.00 Uhr aufgeschaltet.

Sobald genügend Impfstoffe zur Verfügung stehen, könnten im Kanton Bern täglich bis zu 5000 Impfungen durchgeführt werden. Nebst den Impfzentren sind mobile Einsatzteams in den Altersheimen unterwegs.

Die ersten Impftermine waren bereits am Montag ausgebucht. Ende Woche sollen weitere Termine freigeschaltet werden. Derzeit sind ausschliesslich Menschen ab 75 Jahren zur Covid-Impfung zugelassen. (sda)

Bildung Bern unterstützt Schulschliessungen

An der Medienkonferenz des Bundesrats vom Mittwoch wurde deutlich, dass erneute Schulschliessungen nicht mehr ausgeschlossen werden.

Der Berufsverband Bildung Bern unterstützt die Schliessung der Schulen, sofern die Gesundheitsexpertinnen und Experten diese Massnahme empfehlen, um die Gesundheit von Lehrpersonen, Schulleitungen und Schülerinnen und Schülern zu schützen.

Fernunterricht solle dann aber prioritär auf der Oberstufe und der Sek II umgesetzt werden, und «nur falls absolut nötig auch auf der Primarstufe», heisst es in einem Communiqué. Der Verband fordert jedoch eine gesamtschweizerische Koordination und lehnt einen Berner Alleingang ab.

Weiter setzt sich Bildung Bern dafür ein, dass besonders gefährdete Personen das Recht auf Homeoffice oder einen gleichwertigen Schutz am Arbeitsplatz erhalten. Auch soll eine Maskentragepflicht in den 5. und 6. Klassen diskutiert werden, sofern die Schulen offen bleiben.

Schliesslich sollen Lehrpersonen ein prioritäres Impfrecht erhalten und gleich nach dem Gesundheitspersonal geimpft werden dürfen. Und: Falls die Schnelltest-Versuche im Kanton Graubünden überzeugen, wird sich Bildung Bern für Schnelltests in Berner Schulen stark machn. (chh/pd)

Gut 200 Personen in Wengen getestet – alle Resultate negativ

Im Berner Oberländer Tourismusort Wengen sind am Mittwochnachmittag gut 200 Personen auf das Coronavirus getestet worden. Alle Resultate fielen negativ aus, wie ein Mediensprecher der bernischen Gesundheitsdirektion auf Anfrage bekanntgab.

Der Kanton Bern hatte am Dienstag beschlossen, die Testkapazitäten in Wengen zu erhöhen, nachdem innert relativ kurzer Zeit 70 Einheimische und Gäste positiv aufs Coronavirus getestet worden waren.

Auch wurde bei sechs Personen die neue Coronavirus-Variante aus Grossbritannien festgestellt. Die Berner Behörden gingen davon aus, dass sich die meisten oder sogar alle in Wengen positiv getesteten Personen mit der Variante B1.1.7 infizierten. Deshalb verbot der Kanton Bern am Montag die Durchführung der Lauberhornrennen.

Die Berner Behörden riefen am Dienstag die Bevölkerung des 1000-Seelen-Dorfs dazu auf, sich testen zu lassen. Hoteliers sollten ihre Gäste dazu aufrufen, sich ebenfalls aufs Virus testen zu lassen.

Der Aufruf hatte Erfolg: Laut Gundekar Giebel von der bernischen Gesundheitsdirektion erwartete diese, dass sich 60 bis 80 Personen pro Stunde testen lassen würden. Die gut 200 Tests vom Mittwochnachmittag entsprechen ungefähr den Erwartungen. Die Tests werden weitergeführt. (SDA)

«Optimaler Abstand": Berner Gemeinderat tagt an neuem Ort

Die Berner Stadtregierung hat die erste Sitzung in neuer Zusammensetzung nicht am üblichen Ort, dem Erlacherhof, durchgeführt, sondern im Berner Kornhaus. Grund dafür ist die Coronapandemie.

Wie der städtische Informationsdienst am Mittwoch in einer kurzen Mitteilung schrieb, können im Stadtsaal des Berner Kornhauses die Abstandsregeln «optimal eingehalten werden». Das sei der Grund für den Umzug von der Junkerngasse an den Kornhausplatz.

Foto: Keystone

Auf Anfrage sagte der städtische Informationschef Walter Langenegger, diese Verlegung des Sitzungsorts sei keine Folge der im Dezember bekannt gewordenen Corona-Infektion von zwei Mitgliedern des Gemeinderats und derjenigen von ihm selber. Alle drei Personen zeigten keine oder kaum Symptome und arbeiten wieder normal.

Die Verhältnisse im Kornhaus seien einfach noch besser als im Festsaal des Erlacherhofs, dem Sitz des Berner Stadtpräsidenten. Nach den jüngsten Entscheiden des Bundesrats sei es jedoch offen, ob die Sitzungen des Gemeinderats auch künftig mit persönlicher Präsenz im Kornhaus stattfänden oder digital durchgeführt würden.

Bekannt wurde der neue Tagungsort, weil die Stadt Bern am Mittwoch das neue Gemeinderatsfoto publizierte. Aufgenommen wurden die fünf Mitglieder der Stadtregierung eben im Kornhaus. Angefügt war ein Foto, welches den Gemeinderat sowie Kaderpersonal bei der Sitzung zeigt. (SDA)

Das neue offizielle Gemeinderats-Foto.
Das neue offizielle Gemeinderats-Foto.
Foto: Keystone
Härtefall-Betriebe müssen ein neues Gesuch einreichen

Die Berner Regierung begrüsst die vom Bundesrat beschlossene Verlängerung der Schutzmassnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Wegen der neuen Bedingungen zur Gewährung von Härtefällen passt die Berner Regierung aber das kantonale Härtefallprogramm an.

Wie die Kantonsregierung am nach der Bundesrats-Medienkonferenz mitteilte, sistiert der Kanton das Härtefallverfahren vorübergehend. Bis Ende Woche werden die rechtlichen Grundlagen angepasst. Dann wird das Vollzugssystem umgestellt. Jene Betriebe, welche ein Gesuch gestellt haben, werden ein neues einreichen müssen. (SDA)

339 Neuinfektionen bei 2553 Tests

Von Dienstag auf Mittwoch ist die Zahl der laborbestätigten Corona-Infektionen im Kanton Bern auf 47'122 Fälle angestiegen. In den letzten 24 Stunden sind 339 positive Tests hinzugekommen. Bei 2553 Tests in diesem Zeitraum ergibt sich eine Positivitätsrate von 13,3 Prozent.

In Berner Spitälern befanden sich am Mittwochmorgen 241 Personen, das sind 16 weniger als am Vortag. Davon mussten 41 Covid-Patienten auf der Intensivstation gepflegt werden - ein leichter Rückgang um eine Person. Künstlich beatmet wurden 33 Patienten.

In den letzten 24 Stunden sind neun Covid-Patienten verstorben. Seit Beginn der Erhebung wurden im Kanton Bern damit 789 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona registriert. (mb)

Schon 1318 Bernerinnen und Berner geimpft

Im Kanton Bern haben inzwischen 1318 Personen die erste Dosis des Corona-Impfstoffs der Firmen Pfizer/Biontech erhalten. Das hat der Kanton Bern am Mittwochmorgen auf seiner Corona-Internetseite bekanntgegeben.

Am Montag wurden 573 Personen gespritzt, am Dienstag kamen 745 weitere Menschen dazu. Es braucht zwei Impfungen. Die zweite Impfung wird etwa vier Wochen nach der ersten vorgenommen. (sda)

Beginn der Corona-Tests in Wengen

Am Mittwochmittag stand in Wengen die Aufnahme von breiten Corona-Tests in der Bevölkerung auf dem Programm. Am Dienstag hatte die kantonale Gesundheitsdirektion die Bevölkerung von Wengen dazu aufgerufen, sich testen zu lassen – auch bei nur sehr geringen oder keinen Anzeichen von Symptomen der Covid-19-Krankheit.

Wie der Mediensprecher der Gesundheitsdirektion, Gundekar Giebel, am Dienstag sagte, können sich Wengenerinnen und Wengener auch dann gratis testen lassen, wenn sie keine Symptome haben. Der Kanton Bern übernimmt die Kosten.

Der Kanton Bern hatte am Montag die Lauberhornrennen kurzfristig abgesagt, weil die Fallzahlen in Wengen zuletzt stark zunahmen und es auch Ansteckungen im Umfeld der Organisatoren gab.

«Wengen ist kein Hotspot»

In einem am Dienstagabend auf der Internetseite der «Jungfrau Zeitung» veröffentlichten Videointerview sagt Bruno Wegmüller von Wengen Tourismus, er halte Wengen nicht für einen «Corona-Hotspot». Dass 70 positive Testresultate vorlägen, habe damit zu tun, dass man sehr viel getestet habe. 70 Fälle seien im Vergleich zu anderen Regionen nicht übermässig viele.

Das Dorf Wengen zählt laut der Gemeinde Lauterbrunnen, zu der es gehört, rund 1000 Einwohner. Dazu kommen viele Touristinnen und Touristen. Die meisten Hotels in Wengen seien Covid-19-frei, sagt Wegmüller weiter. Die Jungfrau-Zeitung berichtet, Wengen mache derzeit einen leeren Eindruck. (sda)

Globetrotter mit 78% Umsatzeinbruch

Die Reisegruppe Globetrotter hat wegen der Coronapandemie einen historischen Absturz erlebt. Der Umsatz brach um 78 Prozent auf 53 Millionen Franken ein. Unter dem Strich klafft ein Verlust von mehreren Millionen Franken.

«Der Umsatz, der im 2020 erzielt wurde, stammt von Abreisen in den Monaten Januar und Februar», gab der viertgrösste Reiseanbieter der Schweiz am Mittwoch in einem Communiqué bekannt. «Seit Mitte März 2020 läuft bei uns nichts mehr», erklärte Gruppenchef André Lüthi.

Dies hatte Folgen für den Personalbestand, der um ein rund Viertel geschrumpft ist aufgrund von natürlichen Abgängen aber auch von Kündigungen, «die man leider aussprechen musste», wie es hiess. Gegenwärtig würden noch 320 Beschäftigte für die Globetrotter-Gruppe arbeiten.

Man habe nicht alle Angestellten in den 14 Firmen auf Kurzarbeit setzen können. «Dies ist bei einem Teil der Fall – der andere war während des ganzen Jahres mit Umbuchungen, Annullationen und anderen Kundenfragen beschäftigt. Notabene, ohne einen Franken Umsatz zu generieren», erklärte Lüthi. Mit einem konsequenten Kostenmanagement hätten die 14 Firmen den Schaden lediglich verkleinern können.

Für das neue Jahr 2021 rechnet Globetrotter nochmals mit einem Umsatzeinbruch von 60 Prozent gegenüber dem Jahr 2019, als die Gruppe 243 Millionen Franken Umsatz erzielt hatte. Dabei geht die Gruppe davon aus, dass in der zweiten Jahreshälfte ein grosser Teil der Länder wieder bereist werden könne.

Enttäuscht zeigte sich Lüthi von den langwierigen, in jedem Kanton anders ausgelegten Härtefallhilfen: Der Bund müsse hier die Führung übernehmen und unkompliziert handeln – «und zwar jetzt. In diversen Branchen sind viele Betriebe kurz vor dem Aus.» (sda)

Bald neue Impftermine im Kanton Bern

Bis Ende dieser Woche wird der Kanton Bern neue Impftermine freigeben. Möglich ist dies dank den in Kürze eintreffenden Impfdosen von Moderna, wie Gundekar Giebel, Sprecher der bernischen Gesundheitsdirektion, am Dienstag auf Anfrage sagte.

Der Wirkstoff des US-Herstellers hat am Dienstag die Zulassung erhalten, die ersten 200'000 Dosen sollen umgehend geliefert werden. Der Bund verteilt sie nach einem fixen Schlüssel an die Kantone.

Die bernische Gesundheitsdirektion schaltete im Internet eine Statistik über die bislang verimpften Dosen auf. Demnach erhielten am Montag zum Auftakt der Impfaktion im Kanton Bern 573 Menschen die erste von zwei benötigten Dosen. Das sind 200 mehr als am Montag zunächst gemeldet worden waren. Die Statistik wird nun täglich aktualisiert.

Bislang standen dem Kanton Bern rund 25'000 Impfdosen von Pfizer/Biontech zur Verfügung, nun kommt die Lieferung von Moderna hinzu. Die vom Kanton errichtete Infrastruktur mit neun Impfzentren – fünf sind schon in Betrieb – sowie mobilen Gruppen ermöglicht bis zu 5000 Impfungen pro Tag.

Zur Impfung zugelassen sind vorerst nur Menschen ab 75 Jahren. Weitere Personengruppen werden laufend hinzukommen. Als nächstes werden Chronischkranke ab 16 Jahren mit höchstem Risiko zur Impfung zugelassen. Sie brauchen ein ärztliches Attest. (SDA)

red

606 Kommentare
    Toni B

    Echt jetzt? Müsst ihr jetzt, weil die Zahlen runtergehen, unbedingt angeben, wieviel der neuen Version gefunden wurden, nur um die Panikmache hoch zu halten?