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Alle sollen Zoo besuchen könnenDas Dählhölzli bekommt einen Lift

Zwischen Aareufer und Tierpark entsteht bald ein Lift. Nun steht das Siegerprojekt fest.

An dieser Stelle soll der Lift in den Hang integriert werden. (Archivbild)
An dieser Stelle soll der Lift in den Hang integriert werden. (Archivbild)
Foto: Urs Baumann
Die verschiedenen Niveaus des Tierparks sollen näher zusammenrücken.
Die verschiedenen Niveaus des Tierparks sollen näher zusammenrücken.
Visualisierung: pd
Die Verantwortlichen an der Medienkonferenz vereint (von links): Bernd Schildger, Tierpark-Direktor, Corinne Menn, Architektin des Siegerprojekts, Samuel Scherrer, Leiter des Architekturwettbewerbs, Reto Nause, Gemeinderat und Präsident der Tierparkkommission.
Die Verantwortlichen an der Medienkonferenz vereint (von links): Bernd Schildger, Tierpark-Direktor, Corinne Menn, Architektin des Siegerprojekts, Samuel Scherrer, Leiter des Architekturwettbewerbs, Reto Nause, Gemeinderat und Präsident der Tierparkkommission.
Foto: pd
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Dass es den Tieren im Zoo gut gehen soll, ist klar. Aber eben auch den Menschen. Damit das im Tierpark Dählhölzli in Zukunft besser gewährleistet ist, wird nun ein Lift gebaut. Vom Aareufer bis hinauf zum Vivarium. Dass dieser Lift nötig ist, darüber sind sich die Beteiligten an der Pressekonferenz, die über Instagram übertragen wurde, einig.

Am klarsten auf den Punkt brachte es Gemeinderat Reto Nause: «Auswärtige finden teilweise den Eingang gar nicht.» Das soll sich jetzt bessern. Durch den Lift würden Aareufer- und Tierpark-Niveau näher zusammenrücken, so Nause.

Doch auch – und vor allem – sollen Menschen mit einer Einschränkung vom Lift profitieren. Mit Einschränkung sind in diesem Fall nicht nur körperliche Beschwerden gemeint, sondern beispielsweise auch ein Kinderwagen. Einen solchen die steile Strasse von der Aare zum Tierpark hochzustossen, kann durchaus anstregend werden.

Projekt kostet die Stadt nichts

Vor vier Jahren lancierten der Tierpark und die Stadt Bern einen Architekturwettbewerb, bei dem fünf Büros mit der Aufgabe betraut wurden, ein mögliches Konstrukt vorzuschlagen. Gewonnen hat ein Projekt, bei dem vorgesehen ist, den Lift in die Hangkante zu integrieren.

Damit soll gewährleistet werden, dass sich der Aufzug nicht von der Umgebung abhebt, sondern sich harmonisch in den Laubwald einfügt, wie Architektin Corinne Menn erklärt. Wettbewerbsleiter Samuel Scherrer nennt das Siegerprojekt sogar «eine technische Lösung, die sich sehr gut in die Landschaft einfügt und dennoch eine tiefe gestalterische und architektonische Poesie aufweist.»

Laut Samuel Scherrer sollte das Projekt die budgetierten Kosten von zwei Millionen Franken nicht überschreiten. Tierparkkommissionspräsident Reto Nause ergänzt, dass diese Kosten durch eine Sonderrechnung getilgt werden könnten. Sprich: Sie belasten die Kasse der Stadt nicht.