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Daniel Craigs AbgangDas ist der neue Bond-Film

Alles wie gehabt, alles wieder neu – aber wie genau?

«Wieso sollte ich dich betrügen?», fragt Madeleine


Der Film: Der neue, rohe Bond von Daniel Craig hat die Lizenz zum Töten eben erst erhalten. Und will diese am Ende gleich wieder zurückgeben. Die Frau, für die er alles aufgeben will, ertrinkt vor seinen Augen. Dabei weiss er nicht einmal: Hat sie ihn verraten? Gerettet? Gar geliebt?

Die Kennzahlen: 12 Gegner tötet er, 3 Fahrzeuge steuert er (darunter einen Bagger), 1 Martini trinkt er. 7 Mal zeigt er nackte Brust, 2 Frauen verführt er (einmal kommts allerdings zum Interruptus). Und 1 Mal sagt er «Mein Name ist Bond, James Bond» - als Schlusssatz.

Fünf Jahre später hat sich Bond nach Jamaica zurückgezogen

Der Film: Ein durchgeschüttelter Bond sinnt auf Rache. Dabei gerät er an einen Öko-Bösewicht, den er in der bolivianischen Wüste stellt. Craigs schlechtester Auftritt, die Drehbuchautoren streikten gerade. Der CH-Regisseur Marc Forster versuchte, das Beste daraus zu machen.

Die Kennzahlen: 16 Tote, 4 Fahrzeuge (er fliegt u. a. eine altersschwache DC 3), 6 Martinis (aber alle aufs Mal), 1 einziges Mal nackte Brust. 1 Mal Sex, aber von der Hauptpartnerin gibt es nur einen Dankeskuss zum Schluss. «Bond, James Bond» sagte er nie.
Der Film: Bonds Auferstehung – Regisseur Sam Mendes zeigt ihn zwar noch als Macho mit weichen Seiten. Bringt aber Personen wie Sekretärin Moneypenny und Quartiermeister Q zurück. Und Javier Bardem ist der beste Bösewicht in der Craig-Ära.

Die Kennzahlen: 26 Tote (die meisten davon am Ende, in der Entscheidungsschlacht), 2 Fahrzeuge (seit langem wieder ein Aston Martin), 5 Mal nackte Brust. 1 Martini, 2 Mal Sex (dazu eine sehr nahe Rasur von Miss Moneypenny), 1 Mal «Bond, James Bond».

«Geschichte ist nicht Ihre Stärke, Mr. Safin», sagt Bond

Der Film: Sam Mendes inszenierte seinen zweiten Bond in Folge. Dieser stellt sich dem Ur-Bösewicht Ernst Stavro Blofeld. Und schmeisst am Ende die Pistole in die Themse, um mit Madeleine Swann (Léa Seydoux) wegzufahren. Viele dachten, das sei Craigs Abschied. Falsch!

Die Kennzahlen: 31 Tote, 4 Fahrzeuge (ein Helikopter und wieder ein Aston Martin, den er aber im Tiber versenkt), 1 Brust, 1 Martini, 3 Mal Sex (vielleicht nur zweieinhalb, weil er der Dame im Vorspann «warte Mal» sagt, aber wohl nicht zurückkehrt), 1 Mal «Bond, James Bond».
2 Kommentare
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    Sacha Meier

    Mit dem Coronavirus dürfte die Realität den Plot des neuen 007°'' Films mehr als eingeholt haben. Bloss ist das reale Virus altmodisch analog. Genau so verbreitet es sich. Das rasend schnell. Und es tötet wahllos - aber mit Vorzug lichtet es die Reihen in Alters- und Pflegeheimen und eliminiert die Behandlungskosten von COPD- und Herz/Kreislaufpatienten. Während unsere gnädige systemgeldadelige Elite in den Bunkern ihrer abgeriegelten Trutzburgen der Pandemie entflieht, schützen die westlichen Regenten ihre Völker vor der Wahrheit, indem sie ihnen erklären, dass (geeignete) Schutzmasken rein gar nichts nützen würden. So tragen Bauarbeiter, Kassierer, Versorgungsangestellte und Postboten das Virus in die hinterste Ecke unserer Zivilisation. Gibt dann in der postcoronaren Zeit einen gewaltigen Konzernisierungsschub - womöglich mit der offiziellen Wiedereinführung der Leibeigenschaft. Wenn der neue Bondfilm schon verschoben wird, sollten sich die Drehbuchautoren doch etwas stärker an der Wirklichkeit orientieren. Wäre dann auch ein würdiger Abgang von Daniel Craig.