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Interessante HirschbetrachtungenDer Ruf der Wildnis

«Kopfsalat»: Stehen sich zwei Hirsche in der Brunftzeit zum Duell gegenüber, endet das meist tragisch. Die Frage ist nur, für wen.

Neulich im Wildpark. Duell im Morgengrauen. Nebel liegt auf der Lichtung. Mit gesenkten Häuptern stehen sich die Rivalen gegenüber, den Gegner fest im Blick. Dröhnendes Röhren, Fanfaren, die zur Schlacht blasen. Jeden Moment kann der Kampf beginnen. Mit Urgewalt werden die Giganten des Waldes aufeinander zustürmen, die mächtigen Geweihe krachend ineinander verkeilen. Durchbohrt wird das edle Fell werden, aus klaffenden Wunden wird Blut treten, der Kampfplatz sich rot färben.

Nur einer wird als Sieger triumphierend hervorgehen, wird als Leittier die Gruppe führen. The winner takes it all. Und der Verlierer? Leckt seine Wunden, zieht in die Einsamkeit. Der eine stösst lüstern seine Haremsdamen an, der andere geschlagen ins Horn. Ein Bulle, einige Kühe und ein paar Jungtiere, so sieht es die Natur der Hirsche vor. Und die wollen längst nicht immer so, wie es dem König des Waldes gefallen würde. Wie hält man die bloss alle zusammen, wenn einem die Waldeslust die Sinne raubt? Brunft statt Vernunft. Und Stress.

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