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30 Jahre nach Horrorsturz«Der Tod meines Buben hat viele Leben gerettet»

1991 schreibt das Lauberhorn sein dunkelstes Kapitel: Der Österreicher Gernot Reinstadler stirbt an den Folgen seines Sturzes. Die Mutter blickt zurück.

Der schlimmste Tag in der Geschichte der Lauberhornabfahrt: Gernot Reinstadler stürzt in den Tod.
Der schlimmste Tag in der Geschichte der Lauberhornabfahrt: Gernot Reinstadler stürzt in den Tod.
Foto: Keystone

In ein paar Wochen werde sie 80. Traudl Reinstadler erwähnt es beiläufig. Und schweigt eine halbe Minute lang.

Dann sagt sie: «Es sind nun 30 Jahre. 30 Jahre! So lange habe ich meinen Buben überlebt. Das ist unfassbar.»
Ihr Bub, das war Gernot Reinstadler. 21, Abfahrtstalent. Mitte Januar 1991 sagt er Servus zu den Eltern daheim in Tirol und meint in Anspielung auf die grösser gewordene mediale Kritik an den durchzogenen Leistungen der Österreicher noch: «Denen werden wirs zeigen!» Es sind seine letzten Worte zur Familie. Weil er nie mehr nach Hause kommen wird.

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