Zum Hauptinhalt springen

Der wilde Ritt der politischen Mitte

Die Parteien EVP, CVP, GLP und BDP treten gemeinsam als Mitte zu den städtischen Wahlen an. Aber auch Rot-Grün-Mitte (RGM) will Mitte sein. Zeit für ein wenig politischen Konsumentenschutz.

Will erste Stadtberner Gemeinderätin der Grünliberalen werden Marianne Schild, Co-Fraktionschefin im Stadtrat. Foto: Franziska Rothenbühler
Will erste Stadtberner Gemeinderätin der Grünliberalen werden Marianne Schild, Co-Fraktionschefin im Stadtrat. Foto: Franziska Rothenbühler

Die Stadt Bern wird seit knapp 28 Jahren von einer rot-grünen Mehrheit regiert, genau genommen von einer Koalition, die Rot-Grün-Mitte (RGM) heisst und aus SP, Grünem Bündnis (GB), Grüner Freier Liste (GFL) und dem Gewerkschaftsbund besteht. Aktuell entstammen vier der fünf städtischen Regierungsmitglieder der RGM-Liste. Seit 2012 hat es sich eingebürgert, dass daneben eine spezielle Mitte-Liste zur Wahl antritt, bestehend aus der reformierten EVP, der katholischen CVP, den Grünliberalen und der SVP-Abspaltung BDP. Am Freitag traten die vier Mitte-Parteien zusammen auf und bestätigten, den Wahlkampf 2020 gemeinsam zu bestreiten – allerdings mit einem starken internen Konkurrenzgedanken: Der amtierende Mitte-Gemeinderat Reto Nause (CVP) wird herausgefordert von der grünliberalen Stadträtin Marianne Schild, die «neue Akzente» in die Stadtregierung bringen will, wie sie der Tageszeitung «Bund» sagte.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.