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SCL Tigers im PechDiDomenico trifft und giftet bei der Rückkehr

Langnau unterliegt Gottéron 3:4 nach Verlängerung. Nicht zuletzt, weil die ehemalige Langnauer Galionsfigur Chris DiDomenico den Tigers unter die Haut ging.

Im Fokus: Chris DiDomenico war bei seiner Rückkehr nach Langnau omnipräsent – als Torschütze, Vorbereiter und Provokateur.
Im Fokus: Chris DiDomenico war bei seiner Rückkehr nach Langnau omnipräsent – als Torschütze, Vorbereiter und Provokateur.
Foto: Urs Lindt (Freshfocus)

Eines muss man Chris DiDomenico lassener schafft es sogar, in einem leeren Stadion für Stimmung zu sorgen. Fünf Sekunden vor Ablauf des ersten Drittels schiesst er den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleichstreffer für Gottéron. Was dem einstigen Langnauer Publikumsliebling allerdings noch nicht reicht. Kaum fertig gejubelt, setzt er zum Wortgefecht mit seinen ehemaligen Teamkollegen anworauf der Funke rasch überspringt.

Das Rencontre von «DiDo» mit seinen früheren Copains hat durchaus Symbolcharakter. Darf sich der Kanadier doch am Ende als Matchwinner fühlen. Weil er mit einem Tor und zwei Vorlagen der Baumeister des 4:3-Sieges nach Verlängerung ist.

Freiburg zu Beginn noch im «Quarantäne-Modus»

Die Kulisse in Langnau ist trist, das können auch die von den Fans verteilten gelb-roten Banner nicht ändern. So ist das in Zeiten von Corona. Dazu passt ganz gut, dass es sich für Gottéron um das erste Spiel nach 17 Tagen handelt. Erst am Freitag endete für die Freiburger die zehntägige Quarantäne, die nach vier Corona-Fällen verhängt worden war. «Wir sahen aus wie eine 1.-Liga-Mannschaft, das Timing war eine Katastrophe», sagte Trainer Christian Dubé, als er von den «Freiburger Nachrichten» auf das erste Mannschaftstraining vom vergangenen Samstag angesprochen wurde.

Zu Beginn war den Freiburgern der Trainingsrückstand tatsächlich anzumerken. Langnau war präsenter, oft einen Tick schneller. Das Problem: Es vermochte diesen Vorteil nicht in Tore umzumünzen. Alexei Dostoinov (5.) und Pascal Berger (9.) scheiterten aus bester Position, Keijo Weibel (11.) traf nur den Pfosten. Immerhin: In der 14. Minute erzielte Erik Brännström im PowerplayDiDomenico wurde für eine Schwalbe in die Kühlbox verfrachtetdas längst überfällige 1:0. Doch gemessen an den Spielanteilen war dies eine zu schwache Ausbeute.

6. Niederlage im 7. Spiel

Die Nachlässigkeiten in der Offensive sollten sich rächen. Spätestens nachdem Samuel Walser Gottéron mittels Abpraller in Front gebracht hatte (26.), glich sich das Geschehen auf dem Eis aus. Wobei die Langnauer bei einem Lattenschuss Benjamin Neukoms (37.) auch Pech bekundeten. Erst im Schlussdrittel erhöhten die Langnauer das Tempo wieder und wurden dafür belohnt. Dostoinov zog nach einem gewonnenen Bully direkt zum 2:2 ab. Ben Maxwell traf in der 56. Minute zum 3:2.

Alles gut also? Mitnichten! 110 Sekunden vor Schluss kassierten die Gastgeber eine Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis. Was Yannick Herren zum Ausgleich nutzte. Und auch aus dem Zusatzpunkt in der Verlängerung wurde für Langnau nichts, Ryan Gunderson sorgte in der Überzeit für den Freiburger Siegtreffer. Und für die sechste Tigers-Niederlage im siebten Saisonspiel – eine, die gewiss zu vermeiden gewesen wäre.

1 Kommentar
    Beaudin

    Mit Dido hätte man gewonnen, danke Herr Bayer