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Podcast zum Schweizer Fussball«Die Liga wird nur unterbrochen, wenn es der Bundesrat befiehlt»

Müssen sich die Schweizer Clubs in Corona-Zeiten ganz neu aufstellen? Wird Massimo Rizzo zum Wunderheiler des FCZ? Und was klemmt in der Offensive der Young Boys? Antworten in der «Dritten Halbzeit».

Eine Wette, eine Wette! Komplette Uneinigkeit herrscht in unserer Podcast-Runde, als die Rede auf Moumi Ngamaleu kommt. Samuel Burgener steht total darauf, dass der Offensivspieler der Young Boys «so viel Eigensinn und Eigenwilligkeit besitzt wie kaum ein anderer Spieler der Super League». Und als er Widerspruch erfährt, prophezeit er, «dass Ngamaleu für mindestens eine gleich hohe Ablösesumme ins Ausland gehen wird wie Jean-Pierre Nsame».

Das ist eine Wette, bei der Thomas Schifferle und Dominic Wuillemin sofort dagegenhalten. Wobei unser Berner Vertreter Wuillemin selbst gespalten ist in der Beurteilung des Kameruners. Einerseits findet er, Ngamaleu sei «derzeit eigentlich der spektakulärste Spieler von YB». Andererseits meint er mit Blick auf die vielen Fehler, die Ngamaleu neben all seinen Dribblings unterlaufen: «Als Fan würde ich mich grausam über Ngamaleu aufregen.»

Ausgelobt ist ein Raclette-Essen. Die Auflösung der Langzeitwette wird aber noch auf sich warten lassen.

Ausserdem diskutieren wir in unserer Sendung darüber, ob Massimo Rizzo den FC Zürich längerfristig wieder in die Spur bringen kann. Für Burgener steht fest, dass nach der Amtszeit von Ludovic Magnin gerade die sehr zurückhaltende Art des Interimstrainers bei den Spielern gut ankommen kann: «Wenn lange Zeit jemand da war, der fast hyperaktiv war, laut und fordernd, dann mag man es, wenn jemand kommt, der völlig anders funktioniert.»

Ausserdem freuen wir uns über den mutigen Auftritt des erst 16-jährigen Wilfried Gnonto, der in Vaduz sein Debüt für die Zürcher gegeben hat. Vor allem Wuillemin mit seiner Affinität für Gnontos Ex-Club Inter Mailand freut sich auf die weiteren Auftritte des Offensivspielers. Und er sagt: «Es ist doch schön. Die Fans des FCZ können jetzt von Gnonto träumen. Von einem jungen Spieler, der vielleicht von Zürich aus eine richtig grosse Karriere lancieren kann.»

Und schliesslich fragen wir uns, ob Corona den Schweizer Clubfussball dazu zwingen wird, sein Geschäftsmodell komplett umzukrempeln. Im Sommer sind die Clubs zwar vernünftiger auf dem Transfermarkt unterwegs gewesen als in der Vergangenheit. Komplett auf die Bremse ist aber noch keiner getreten. Klar ist für Schifferle, dass von der Liga aus trotz Geisterspielen weitergespielt wird: «Die Liga wird nur unterbrochen, wenn es der Bundesrat befiehlt.»

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1 Kommentar
    Arno Mumprecht

    Ich erwarte am Mittwoch, nebst vielen anderen wichtigen Dingen, vor allem für die Clubs eine einheitliche Lösung mit der Zuschauerkapazität. Ich will nicht werten ob mehrere Tausend, nur Tausend oder gar Geisterspiele. Aber die Bedingungen sollten zumindest vorübergehend für alle Clubs gleich sein. Oder herrscht in St. Gallen und Zürich ein anderer Virus als in Bern oder Basel. Die Schutzkonzepte, die für viel Geld errichtet wurden, sind in etwa überall die selben.