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Kolumne von Rudolf StrahmDie Romandie in der Akademisierungsfalle

Alles andere ist für «les plus défavorisés», die Benachteiligten. Voller Hörsaal an der Universität Genf.

Mit ihrer Bildungskultur haben die Westschweizer Kantone die arbeitsmarktferne akademische Bildung stark erweitert.

Dringend nötig wären konkrete Massnahmen zur Aufwertung der höheren Berufsbildung.

36 Kommentare
    Weberova

    Auch in der Deutschschweiz ist zwecks Imageaufwertung ganzer Berufszweige kräftig akademisiert worden. Die Hebamme hat heute einen Bachelor. Dabei gibt es wohl nichts unakademischeres als eine Geburt. Ganzheitliche Pflege ist heute als planerischer Konzeptauftrag zu verstehen, der das Pflegepersonal mehr Zeit am Computer als am Patientenbett verbringen lässt, derweil sich Patienten oftmals mehr ganzheitlich verwaltet als gepflegt fühlen. Zahlreiche körperliche Pflegetätigkeiten werden indes an "niedere" Berufsstände delegiert, was das ursprüngliche Bestreben nach Aufwertung der Pflegearbeit durch die Akademisierung ad absurdum führt.

    So entstehen hausgemacht nicht nur bildungspolitisch relevante Dilemmata und chronischer Personalmangel. Mindestens genauso tragisch ist der nachweisliche Verlust praktischen Pflegewissens.