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Schwierige Deradikalisierung von JihadistenDie Schweiz tut sich schwer mit Ex-Jihadisten

Wer sich aus eigener Kraft von islamistischem Gedankengut befreit, hat es in der Schweiz nicht leicht. Die Behörden bleiben misstrauisch und legen ehemaligen Terrorhelfern nicht selten Steine in den Weg.

Der ehemalige IS-Unterstützer Wesam A. bereut heute seine Taten und schämt sich dafür.
Der ehemalige IS-Unterstützer Wesam A. bereut heute seine Taten und schämt sich dafür.
Foto: PD

Während die Strafverfolgung von Terroristen in der Kompetenz des Bundes liegt, sollten sich die Kantone um den Bereich Ausstieg und Reintegration kümmern. So sieht es der nationale Aktionsplan zur Verhinderung von gewalttätigem Extremismus vor. In Wirklichkeit funktioniert das aber mehr schlecht als recht.

Im Kanton Zürich hat man sich zum Beispiel vergeblich die Zähne am Winterthurer Syrien-Rückkehrer Vedad R. (Name geändert) ausgebissen. Obwohl dieser wegen seiner Jihad-Reise bereits rechtskräftig verurteilt wurde, läuft nun ein weiteres Strafverfahren gegen ihn – erneut wegen IS-Unterstützung. Der Kanton Schaffhausen sieht mehrheitlich tatenlos zu, wie ein ehemaliger IS-Terrorist den Behörden auf der Nase herumtanzt. Und im Tessin sowie im Waadtland hat man es versäumt, zwei längst aktenkundige IS-Sympathisanten an die Kandare zu nehmen. Das Resultat: zwei Messerattacken mit einem Toten und einer Schwerverletzten.

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