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SCL Tigers verlieren AuftaktDie SCL Tigers verlieren, aber sie blamieren sich nicht

Die Langnauer unterliegen Lausanne 2:5. Mit nur einem Ausländer und dem Ersatztorhüter angetreten, halten sich die SCL Tigers wacker. Für die Differenz sorgt Lausanne in Überzahl.

Die SCL Tigers (links Larri Leeger) haben gegen Lausanne (Ken Jäger) das Nachsehen.
Die SCL Tigers (links Larri Leeger) haben gegen Lausanne (Ken Jäger) das Nachsehen.
Foto: Freshfocus

Craig MacTavish ist nicht zufrieden. Also nimmt der Lausanne-Trainer ein Time-out, um seine Mannschaft ein wenig aufzuwecken. Wohlverstanden, der LHC führt zu diesem Zeitpunkt 3:1. Wenige Sekunden später steht es nur noch 3:2, Ben Maxwell überlistete Tobias Stephan mit einer feinen Einzelleistung. Worauf MacTavishs Gesichtsfarbe noch ein bisschen röter wird.

Nun, trotzdem schaffen die SCL Tigers am Ende die Überraschung nicht. Mit Ersatztorhüter Gianluca Zaetta und nur einem AusländerMaxwellangetreten, können sie das prominent besetzte Waadtländer Ensemble bei der 2:5-Niederlage nur phasenweise in Verlegenheit bringen. Aber sie werden nicht vorgeführtwas da und dort befürchtet worden war.

Natürlich ist Lausanne dominanter, führt technisch die feinere Klinge und sorgt regelmässig für Gefahr vor Zaetta, der seine erste Partie in der National League überhaupt bestreitet. Nach fünf Minuten erzielt Josh Jooris das 1:0 für die Gastgeber, als Assistgeber figurieren der frühere SCB-Topskorer Cory Conacher und der 281-fache NHL-Spieler Mark Barberio. Und Jooris erhöht vor der ersten Pause sogar auf 2:0vermeintlich, denn wegen einer Torhüterbehinderung wird der Treffer aberkannt. Nach Wiederbeginn holt Ronalds Kenins dann das Verpasste nach. Es ist ein heikler Moment für die SCL Tigers, weil die Waadtländer nun Fahrt aufnehmen könnten. Aber die Gäste halten dagegenund werden dafür belohnt: Julian Schmutz verwertet in der 35. Minute einen Abpraller zum Anschlusstreffer. Wobei Lausannes Christoph Bertschy nur drei Minuten später den 2-Tore-Vorsprung wiederherstellt und mit seinem Schuss Zaetta nicht gut aussehen lässt.

Die grösste Differenz zwischen den beiden Mannschaften sind offensichtlich die Special Teams. Lausanne nutzt zwei von fünf Powerplays aus. Die Langnauer dagegen bleiben in vier Überzahlgelegenheiten ohne Erfolgserlebnis, wobei sie teilweise während zwei Minuten mit einem Mann mehr keinen Abschluss verzeichnen. Der Vergleich zwischen den Powerplay-Formationen spricht allerdings Bände: Für Langnau bilden Kuonen, Weibel, Maxwell, Grossniklaus und Blaser die erste Powerplay-Formation. Beim LHC heissen die Spezialisten Conacher, Kenins, Jooris, Barberio und Bertschy. Es versteht sich von selbst, sondieren die Emmentaler den Ausländermarkt. Und Entlastung scheint in Aussicht: In Form des schwedischen Verteidigers Erik Brännström.

Vorerst geht es für Langnau nun im Cup weiter. In der ersten Runde treffen die SCL Tigers am Sonntag auf Huttwil und dort werden sie Favorit sein.