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Russische Cyberspione krallen sich Daten von Sportstars

Nach dem Hackerangriff auf die Anti-Doping-Agentur tauchen neue prominente Namen von Sportlern mit erhöhten Blut- oder Urinwerten auf.

Die aufgedeckte Affäre um das russische Staatsdoping hat nun ein Nachspiel. Nach dem Ausschluss russischer Athleten an den Paralympics in Rio de Janeiro holen geheime Kräfte zum Gegenschlag aus und veröffentlichen neue Namen einzelner Spitzensportler mit verdächtigen Blutproben.

Wie die Welt-Anti-Doping-Agentur mitteilt, sei die Wada kürzlich Opfer eines russischen Hackerangriffs geworden. Die Cyberspione namens Fancy Bears haben in den vergangenen Wochen in der Datenbank der Wada nach auffälligen Informationen gefahndet und wurden gemäss der Website fancybear.net innert kurzer Zeit fündig.

Wiggins und Froome

Betroffen sind rund 30 Athleten, die bei ihren Blut- und Urinwerten von der Norm abweichende Analyseergebnisse aufweisen. Die Akten dokumentieren die Verwendung spezieller Medikamente, die eigentlich auf der Dopingliste stehen, aber zu therapeutischen Zwecken erlaubt sind.

Von der Ausnahmegenehmigung profitiert haben gemäss der Wada diverse Leichtathleten wie der deutsche Diskuswerfer Robert Harting oder die Speerwerferin Christina Obergföll. Sonderwünsche durften auch die britischen Radfahrer Bradley Wiggins und Christopher Froome anbringen, aufgelistet ist auch die tschechische Tennisspielerin Petra Kvitova.

Der Fall von Harting zeigt, dass der Weltmeister offiziell die Entzündungshemmer Dexamethason und Triamcinolone Acetonide einnehmen darf und von der Wada trotz der erhöhten Cortisolwerte nicht gesperrt wird.

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