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100'000 Franken aus dem eigenen Sack für die Krebstherapie

Roger Stupp, Chefarzt Onkologie am Unispital Zürich, kritisiert die Krankenkassen, weil sie in gewissen Fällen Krebsmittel nicht mehr vergüten.

Chefarzt Stupp würde sich ein Umsatzprozent der Pharmaindustrie für die akademische Forschung wünschen. Foto: Dominique Meienberg
Chefarzt Stupp würde sich ein Umsatzprozent der Pharmaindustrie für die akademische Forschung wünschen. Foto: Dominique Meienberg

Der Chefarzt der Onkologie am Universitätsspital Zürich wählt drastische Worte (siehe Interview unten). Roger Stupp spricht von einer offensichtlichen Rationierung von Krebsmedikamenten. Nur weil ein Präparat zugelassen und kassenpflichtig sei, heisse dies noch lange nicht, dass es von den Krankenkassen auch vergütet werde. «Sobald ein Patient ein Medikament für eine spezifische Krebserkrankung benötigt, für die das Präparat aber nicht zugelassen ist, wird es sofort schwierig.» Viele Krebskrankheiten seien selten, weshalb sich die Onkologen auf wenige oder vorläufige Daten abstützen müssten. Hier werde die Vergütung von Behandlungen öfters abgelehnt, weil sie nicht dem formalen Text der Zulassung des Medikaments entsprächen.

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