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«Das zweite Ziel ist erreicht, jetzt gehts ums nächste»

Was kommt noch an der WM? Die Reaktionen der Schweizer nach dem 3:2-Sieg gegen Finnland.

Tristan Scherwey, Man of the Game der Schweizer Nationalmannschaft.
Tristan Scherwey, Man of the Game der Schweizer Nationalmannschaft.
Henning Bagger, Keystone

Ein 3:2 gegen den grossen Favoriten Finnland im Viertelfinal, aber keine grossen Worte fallen. Wie abgeklärt und fokussiert diese Schweizer Mannschaft ist, zeigten die Spieler unmittelbar nach dem Sieg. Nein, gross gefeiert werde nun nicht, sagte Joël Vermin, Schütze des wegweisenden 2:1-Treffers: «Am Samstag wartet ein sehr guter Gegner (Kanada, die Red.). Wir brauchen nun alle Energie, darum geht es jetzt mehr oder weniger direkt ins Bett, um so viel wie möglich schlafen zu können.»

Den Schlüssel zum Sieg sah Vermin auch in der Jugend der finnischen Mannschaft, die sich frustrieren liess vom Schweizer Spiel: «Ja, sie haben ein paar sehr gute Spieler. Aber wir kannten den Schlüssel: Die Räume eng machen, sie immer wieder checken. Das taten wir dann den ganzen Abend lang.»

Für Vermin ist der Erfolg an der WM vielleicht noch besonderer als für viele Teamkollegen. Lausannes Stürmer hatte Olympia wegen einer Verletzung verpasst, nun ist der Erfolg doppelt so süss: «Das ist eine schöne Genugtuung für Olympia. Aber jetzt geht es hier weiter mit dem Halbfinal. Und wir dürfen gegen Kanada nicht zu euphorisch werden, auch wenn wir uns im Moment sehr gut fühlen.»

Müller: «Sieg dank Opferbereitschaft»

Verteidiger und WM-Debütant Mirco Müller gestand, dass es ihm schwer fiel, Worte zu finden: «Es war eine sehr gute Teamleistung in einem sehr ausgeglichenen Spiel. Beide Teams hatten ihre Druckphasen, aber wir verdienten den Sieg mit unserer Opferbereitschaft: Wir spielten hart, wir blockten Schüsse, wir machten das Leben den Finnen schwer.»

Müller spielt nun gleich bei seiner ersten WM um eine Medaille: «Wir haben zwei Chancen, für diese Spiele reist du an eine WM. Aber wir sollten jetzt nicht zu viel über Medaillen nachdenken, sondern einfach weiterspielen.»

Scherwey: «Wir werden auch gegen Kanada bis zum Umfallen kämpfen»

Ebenfalls ein Debütant an A-Weltmeisterschaften ist Tristan Scherwey. Der Schweizer Energiespieler wurde zum besten Mann seines Teams gewählt, auch wenn er an keinem Treffer direkt beteiligt war. Für ihn seien diese Gefühle wie das Betreten von Neuland, sagte Scherwey: «Sie sind unglaublich, vor allem auf der Bank nach den Toren, wenn du diese Energie spürst.»

Nun folgt im Halbfinal ein mit Finnland vergleichbarer Gegner: «Auch Kanada ist eine Topnation mit Topspielern», sagte Scherwey. «Aber auch gegen sie ist etwas möglich, wir werden wieder kämpfen bis zum Umfallen.» Denn genug habe die Schweiz noch nicht: «Wir haben nun das zweite Ziel erreicht, jetzt gehts ums nächste.»

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