Letzte FCZ-Hoffnung: Trainerwechsel

Für das Zürcher Desaster trägt genau einer die Verantwortung: Ancillo Canepa. Sein Alleingang rächt sich.

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Die Kennzahlen zum Debakel: 7 Spiele ohne Sieg, 14 Gegentore in den vergangenen 4 Partien und Niederlagen, 3 Siege in 17 Heimspielen. Und vor allem: Der FC Zürich steht wieder da, wo ihn Sami Hyypiä Ende August übernommen hat: auf dem letzten Platz. Nur bleiben nicht mehr 29 Runden wie damals, um alles viel besser zu machen. Sondern nur noch drei.

St. Gallen und Sion auswärts sowie Vaduz zum Abschluss im Letzigrund sind die letzten Gegner. Und eigentlich gibt es jetzt nur noch eine Möglichkeit, um der Mannschaft neues Leben einzuhauchen: ein zweiter Trainerwechsel in der laufenden Saison.

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7831 Stimmen


FCZ-Präsident Ancillo Canepa war nach dem Debakel gegen Lugano «bodenlos enttäuscht», den Auftritt der Mannschaft fand er «beschämend». Doch obwohl Hyypiä nie seit seiner Ankunft in Zürich den Anschein erweckt hat, der richtige Mann zu sein; obwohl er immer wieder eigenartige Personalentscheide fällt; und obwohl es Zeichen genug gibt, dass er die Spieler nicht erreicht, will Clubbesitzer und Sportchef Canepa am Finnen festhalten.

Es ist ein Spiel voller Risiko. Vielleicht geht es gut. Dann hat der FCZ einfach nur Glück gehabt. Vielleicht aber, und das ist im Moment die viel wahrscheinlichere Variante, endet alles im grössten denkbaren Desaster für den Club. Im Abstieg.

In der vergangenen Saison war der FCZ im Winter auf Platz 2 und am Ende immerhin Dritter. Dass er jetzt am Tabellenende steht, ist die Folge einer Serie von Fehleinschätzungen, Fehl­planungen und Fehlentscheiden in allen Belangen: bei der Verteilung der wichtigsten Führungspositionen. Beim Trainer. Beim Kader der 1. Mannschaft. Und auch im Nachwuchs.

Es gibt nur einen, der dafür die Verantwortung trägt. Ancillo Canepa. Er glaubt, er und seine Frau Heliane könnten einen Club allein führen. Das rächt sich jetzt.

Erstellt: 12.05.2016, 00:00 Uhr

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