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Mehr als 70 Tote bei Explosion in Moçambique

In dem südostafrikanischen Staat ist ein Tanklastwagen explodiert – genau als sich Leute um den Wagen versammelten, um Treibstoff zu kaufen.

Westliche Provinz: Der Vorfall ereignete sich in Tete. (Archivbild: Reuters)
Westliche Provinz: Der Vorfall ereignete sich in Tete. (Archivbild: Reuters)

Die Explosion eines Tanklastzugs im Norden von Moçambique hat nach örtlichen Medienberichten mindestens 73 Menschen das Leben gekostet. 110 weitere wurden demnach verletzt. Das Unglück ereignete sich im Ort Caphiridzange in der Provinz Tete.

«Radio Mozambique» meldete, Anwohner hätten sich am Donnerstag an einer Hauptstrasse um den Tanklastzug versammelt, um den Fahrer Treibstoff abzukaufen. Dabei sei es zu einem Feuer und einer anschliessenden Detonation gekommen.

Weitere Todesopfer vermutet

Dutzende verkohlte Leichen lagen rund um den Unglücksort. Sanitäter eilten zum Unglücksort, mit Krankenwagen und anderen Fahrzeugen wurden Verletzte in Krankenhäuser gebracht.

Behördenvertreter gingen davon aus, dass sich in nahe gelegenen Wäldern noch weitere Todesopfer finden würden, berichtete «Radio Mozambique». Demnach hatten Betroffene mit schweren Verbrennungen versucht, in einen nahen Fluss zu rennen. Einsatzkräfte suchten weiter nach Überlebenden, doch würden die Bemühungen durch den Nachtanbruch erschwert.

Nach Malawi unterwegs

Die genaue Explosionsursache war zunächst unklar. Die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa meldete unter Berufung auf örtliche Berichte, dass der am Tanklastzug ausgebrochene Brand die Detonation ausgelöst haben könnte. Einer anderen Theorie zufolge soll es einen Blitzschlag gegeben haben, als die Menschen Treibstoff holten.

Das Fahrzeug sei auf dem Weg von der Hafenstadt Beira nach Malawi gewesen. Moçambique ist eines der ärmsten Länder der Erde und leidet unter durch Dürren verursachte Lebensmittelknappheit.

Eine Arbeitsgruppe der Regierung wollte am Freitag zum Unglücksort reisen.

SDA/thu

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