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Sommer der Angst

Angesichts der Gefahren ist nun Ruhe und Entschlossenheit gefragt.

Sommer des Hasses, so haben manche Kommentatoren die letzten zwei Wochen bereits getauft: Nizza, Würzburg, Dallas, Baton Rouge, Erdogan, Trump sind die Chiffren entfesselter ­Gewalt und politischer Enthemmung. Dieser Sommer des Hasses ist nun einer der Angst geworden. Einer Angst, die scheinbar unaufhaltsam durch die ­Ritzen unseres Alltags dringt.

In München haben Atten­täter eine reiche, bestens organisierte Millionenstadt mit Gewehrsalven schlagartig zum Stillstand gebracht. Das Muster des Angriffs erinnert, bei dem wenigen, was man bisher weiss, an die terroristischen Strassenkriege von Paris oder an den Amoklauf des Rechtsradikalen Anders Breivik. Die Folge sind Schockwellen der Panik, der Hysterie, der Lähmung. Diese Wirkung ist aus Sicht der Täter kein Nebeneffekt, sondern das eigentliche Ziel. Angst soll die Menschen packen. Und wenn die Bürger auf diese Angst dann ihrerseits mit Hass und Gewalt antworten, ist das Ziel der ­Terroristen erreicht.

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