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Baukran stürzt auf Hausdach in Rafz

Sturmtief Bennet brachte vom Westen her Windböen von bis zu 150 km/h. In mehreren Kantonen kam es zu Schäden.

Sturm Bennet hält die Einsatzkräfte in mehreren Kantonen auf Trab. (Video: Leserinput 20Min/ Tamedia)

Das Sturmtief Bennet hat am Montag die Schweiz erreicht. Die Kaltfront brachte im Verlauf des Tages teils kräftige Regengüsse und stürmischen Südwestwind. Im Flachland wurden Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h, wie in Egolzwil LU, gemessen.

Das Sturmtief hat in Neuendorf SO fünf Mitarbeitende einer Baustelle in eine ungemütliche Situation gebracht. Die Bauarbeiter mussten sich mit einem Höhenrettungs-Hubwagen ab einer rund 30 Meter hohen Plattform abholen lassen.

In Rafz ZH ist ein mobiler Kran auf ein Hausdach gefallen
In Rafz ZH ist ein mobiler Kran auf ein Hausdach gefallen
Kantonspolizei Zürich
Personen sind keine verletzt worden.
Personen sind keine verletzt worden.
Kantonspolizei Zürich
In Bern Betlehem stürzte ein Baum auf eine Strasse.
In Bern Betlehem stürzte ein Baum auf eine Strasse.
Leserbild 20 Minuten
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Eine Windböe hatte kurz nach 8 Uhr den Gerüsttreppenturm erfasst, der an einer freistehenden hohen Betonmauer fixiert war. Der Turm knickte auf den Auslegearm eines Betonlastwagen ab, wie die Solothurner Kantonspolizei mitteilte. Es war die einzige Treppe. Personen wurden nicht verletzt.

Kran fällt auf Hausdach

Während des Aufbaus ist ein mobiler Baukran am Montagmorgen in Rafz gekippt. Der Ausleger des Krans prallte auf ein Wohnhaus. Am Kran und am Haus entstand Sachschaden von mehreren zehntausend Franken. Verletzt wurde niemand.

Wieso der Kran kippte, ist noch unklar, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte. Die Unfallursache wird durch die Kantonspolizei sowie die Staatsanwaltschaft Winterthur / Unterland untersucht. Für die Abklärungen wurden ein Baustatiker sowie ein Spezialist der Suva aufgeboten.

Piloten in Kloten mussten durchstarten

Der starke Westwind hat den Betrieb am Flughafen Zürich am Montag ordentlich durcheinander gewirbelt: Wie Martin Renz, Betriebskoordinator des Flughafens Zürich, gegenüber 20 Minuten sagte, mussten insgesamt 15 Flugzeuge durchstarten. 13 dieser Manöver waren erfolgreich, die anderen zwei Maschinen mussten nach Stuttgart und Mailand ausweichen.

Vier Abflüge sowie vier Ankünfte mussten laut Renz ganz annulliert werden. Zudem sei es zu zahlreichen Verspätungen gekommen.

Über 80 Meldungen im Kanton Bern

Heftige Sturmböen haben am Montag die Einsatzkräfte im Kanton Bern auf Trab gehalten. Zwei Personen wurden leicht verletzt. Bei der Kantonspolizei gingen über 80 Meldungen ein.

Umgestürzte Bäume blockierten mehrere Strassen. Gegenstände wurden herumgewirbelt, zum Beispiel Baustellen-Signalisationen. Auch fielen Ziegel von den Dächern.

In Neuenegg stürzte ein Baum auf einen Lieferwagen. Der Lenker wurde dabei leicht verletzt, wie Polizeisprecher Dominik Jäggi auf Anfrage sagte. In Spiez wurde eine Frau von einem herumfliegenden Gegenstand getroffen; auch sie erlitt leichte Verletzungen.

Das Sturmtief Bennet hatte am Morgen den Kanton Bern erreicht. Die Kaltfront brachte teils kräftige Regengüsse und stürmischen Südwestwind. In höheren Lagen kam es sogar zu Orkanböen, beispielsweise auf dem Bantiger bei Bern. Dort wurde mit 148 km/h ein Spitzenwert gemessen.

Schadensmeldungen gab es vor allem im Emmental, Oberaargau und im Grossraum Bern. So musste die Berufsfeuerwehr Bern am Morgen eine Tanne wegräumen, welche die Eymattstrasse blockiert hatte. Wenig später rückten die Spezialisten an die Brünnenstrasse aus, wo ein Baum gegen eine Terrasse gefallen war.

Im Worblental verhedderte sich eine Gartenfolie in der Fahrleitung der Regionalbahn RBS. Zwischen Worb Dorf und Boll-Utzigen mussten die Fahrgäste der Linie S7 zwischenzeitlich auf Busse umsteigen.

Auf dem Chasseral BE wurden bereits Windböen bis zu 128 Kilometern pro Stunde gemessen, wie der Wetterdienst MeteoNews berichtete. Auf dem Bantiger waren es 103 km/h, in Courtelary im Berner Jura 92 km/h.

Morgen ist Schluss

Die Aargauer Kantonspolizei erhielt etwa 20 Meldungen über umgestürzte Bäume. Personen wurden nicht verletzt. Mehrere Feuerwehren stünden im Einsatz, hiess es auf Anfrage bei der Aargauer Kantonspolizei. Wegen umgeknickter Bäume waren die Strassen zwischen Zofingen und Bottenwil sowie zwischen Wohlen und Niederwil gesperrt. In Reinach AG wurde wurde ein Baugerüst umgeweht, wie das Onlineportal «20min» berichtet.

Laut Wettervorhersage soll sich die Lage bereits am Dienstag wieder beruhigen. Es bleibt trocken mit einzelnen sonnigen Abschnitten.

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