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Leserreaktionen«Diese Initiative ist überflüssig»

Leserinnen und Leser äussern sich zu aktuellen Themen. Unter anderem zum Inhalt der Volksinitiative «Ja zum Verhüllungsverbot».

Touristinnen aus Saudi-Arabien auf Einkaufsbummel in Interlaken. (Archivbild)
Touristinnen aus Saudi-Arabien auf Einkaufsbummel in Interlaken. (Archivbild)
Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Zu «Wenn sie zu Mittag essen, frieren sie»

Ist es dies wert gewesen? Hat man die Bauarbeiter und andere vergessen, die während der Kälte arbeiten? Wieso hat die Regierung es überhaupt zugelassen, dass die Bauarbeiter sich nicht aufwärmen können in ihrer Pause? Hätte es dafür wirklich keine Lösungen gegeben? Wer in der Kälte arbeitet, müsste sich aufwärmen können. Hat man auch an die Gesundheitsaspekte betreffend einer Unterkühlung gedacht? Bestimmt ist in dieser Hinsicht etwas falsch gelaufen. Das Gesundheitswesen ist in der Corona-Zeit bestimmt nicht noch über unnötig unterkühlte Personen erfreut. Martin Fischer, Worb

Zu «Wir brauchen keine Kleiderpolizei»

Es geht bei der Initiative um ein Verhüllungsverbot. Es wird jedoch ständig nur die Burka angesprochen. Es geht genauso um Chaoten, um den «Schwarzen Block» und um Hooligans. Ich vermisse klare Standpunkte zu diesem Aspekt, bei der Presse und bei den Politikern, welche die Initiative ablehnen. Margret Steinegger, Bolligen

Das Initiativkomitee behauptet, sich mit ihrer Verhüllungsinitiative gegen die Entwürdigung der in der Schweiz lebenden vollverschleierten Musliminnen einzusetzen. Als ob sich die SVP in der Vergangenheit schon gross für Frauenrechte eingesetzt hat. Und überhaupt: Die bestehende Rechtsprechung in der Schweiz sieht bereits vor, dass bei einem familiären Zwang eine Burka zu tragen der Strafbestand Nötigung vorliegt, der gesetzlich sanktioniert werden kann. Was die Vermummung betrifft, verfügen viele Kantone schon seit langem über klare Regeln und Verbote. Die Einbürgerungs- und Ausländergesetzgebung berücksichtigt zudem bestehende Bedenken hinsichtlich Integration und schädlichen islamischen Strömungen. Der vorliegende indirekte Gegenvorschlag sieht vor, dass künftig zwingend alle Personen bei Amtsstellen oder im öffentlichen Verkehr ihr Gesicht zur Identifizierung zeigen müssen. Deshalb ist diese Initiative überflüssig. Heinz Thommen, Lengnau

Zu «Wie Schulbuben: Langnau ist gegen Zug chancenlos»

Das Spiel gegen den EVZ war sicher miserabel und entspricht nicht dem Können der Tigers. Der Ausdruck «Schulbuben» ist jedoch fehl am Platz. Dem Verfasser des Berichts dürfte entgangen sein, dass gegen diesen Gegner nur Spitzenspieler eine Möglichkeit haben, dieses Niveau zu halten und nur finanzkräftige Klubs in der Lage sind, solche Spieler zu verpflichten. Dass die Zuger das sogenannte Jubiläumsspiel zu einer Blamage für die Tigers machten, ist doch eher eine Machtdemonstration und nicht die feine Art von Fairness. Meines Erachtens wäre ihnen eine Geste in Form eines Präsentes an den Jubilar besser angestanden. Dass im Emmental nur wenige Millionen für den Eishockeysport fliessen, ist leider eine Tatsache. Dass die Tigers trotz allem stolz sein können, in der Region den Hockeysport auf hohem Niveau zu betreiben und die Bevölkerung zu unterhalten, ist lobenswert. Werner Berger, Kernenried