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Corona im Kanton Bern+++ Weniger Kranke in Berner Spitälern +++ Bei Osterandrang werden Strassen gesperrt

117 Corona-Patienten liegen im Kanton Bern im Spital. Der Regierungsrat appelliert an die Bevölkerung, auch an Ostern zu Hause zu bleiben. Alle News im Ticker.

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Karikatur: Max Spring

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das Coronavirus hat im Kanton Bern bislang 38 Todesopfer gefordert. (Stand 9. April).
  • 1335 Personen sind positiv auf das Virus getestet worden. (Stand 9. April).
  • Alle Schweizer Schulen bleiben bis am 26. April geschlossen.
  • Alle öffentlichen und privaten Veranstaltungen sind verboten.
  • Alle Läden, Restaurants, Bars sowie Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe bleiben bis am 26. April geschlossen.
  • Die Grundversorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten ist sichergestellt.
  • Für allgemeine Fragen der Bevölkerung rund um die Coronasituation hat der Kanton Bern eine Hotline eingerichtet: 0800 634 634
  • Für medizinische Auskünfte steht die Hotline des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zur Verfügung: 058 463 00 00.

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Weniger Kranke im Spital

Im Kanton Bern ist die Zahl der Covid-19-Patienten in den Spitälern am Donnerstagmorgen um 10 auf 117 Personen zurückgegangen. Hingegen wurden 49 Menschen neu positiv auf das Coronavirus getestet.

Die positiv getesteten Fälle stiegen bis Donnerstag 8.00 Uhr um 49 auf total 1335 Personen, wie der Kanton Bern online bekanntgab. In den Spitälern befinden sich noch 117 Patienten, am Vortag waren es 127 gewesen.

36 der Hospitalisierten liegen auf der Intensivstation, das ist eine Person mehr als am Mittwoch. Nach wie vor werden 27 Menschen beatmet.

Weiter ist ein neuer Todesfall zu verzeichnen. Damit erlagen bisher insgesamt 38 Menschen im Kanton Bern dem Coronavirus. (sda)

Jeder fünfte Betrieb in der Stadt Bern geschlossen

Seit der Ausrufung der ausserordentlichen Lage durch den Bund sind in der Stadt Bern 2963 Betriebe mit 18'966 Angestellten geschlossen. Dies entspricht rund 20 Prozent aller Betriebe sowie 10 Prozent aller Beschäftigen.

Diese Zahlen gab die Stadt Bern am Donnerstag bekannt. Im Vergleich zum nationalen Mittel und auch zum Kanton Bern liegt die Stadt Bern bei den Werten zu den Betrieben (20,3 Prozent) etwas höher, im Vergleich zu anderen grösseren Städten im Mittelfeld.

In Zürich sind 19 Prozent der Betriebe geschlossen, in Genf sind es 19,9 Prozent, in Lausanne 21,3 Prozent und in Basel 21,9 Prozent. Bei den Beschäftigten verzeichnet Bern im Städtevergleich mit 10 Prozent den tiefsten Wert. Das nationale Mittel beträgt 10,2 Prozent.

Die 2963 geschlossenen Betriebe betreffen folgende Branchen: 698 Einkaufsläden, 539 Restaurants (inklusive Bars und Diskotheken), 466 Veranstalter (inklusive Kinos), 411 Dienstleister im Sport, der Unterhaltung, der Freizeit (inklusive Campingplätze). (sda)

Heimlieferung per Telefon

Pro Senectute und Migros haben ihr Heimlieferungskonzept erweitert. Neu kann die kostenlose Lieferung von Lebensmitteln auch telefonisch in Anspruch genommen werden. Unter der Gratisnummer 0800 585 887 können Bestellungen aufgegeben werden. Die Bezahlung erfolgt über Rechnung mit langer Zahlungsfrist. Zweck des «Amigos»-Projektes ist es, dass Menschen, die einer Risikogruppe angehören das Haus nicht verlassen müssen. (pd)

«Nacht der Forschung» verschoben

Die Universität Bern verschiebt die für den 5. September 2020 geplante «Nacht der Forschung» um ein Jahr auf Herbst 2021. Die Forschenden sollen sich auf ihre Kernaufgabe konzentrieren können.

An der Universität Bern ist der Präsenzunterricht bis Ende Semester ausgesetzt und der Forschungsbetrieb in den Räumen der Universität eingestellt – bis auf unverzichtbare Forschungstätigkeiten und solche, die einen Beitrag zur Überwindung der Pandemie leisten.

Sobald der Betrieb «zu gegebener Zeit» wieder hochgefahren werde, sollten sich die Forschenden auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können, teilte die Universität Bern am Mittwoch mit.

Zudem sei unklar, ob Anlässe in der Grössenordnung der «Nacht der Forschung», die «doch immerhin rund 9000 Besucherinnen und Besucher auf die Grosse Schanze lockten», im Herbst überhaupt schon wieder durchgeführt werden könnten. Die nächste Ausgabe ist nun für Anfang September 2021 geplant. (sda)

Covid-19 am stärksten im Berner Jura

Innerhalb des Kantons Bern ist der Berner Jura am stärksten vom Coronavirus betroffen. Dies zeigen die Fallzahlen der letzten zehn Tage – nach Verwaltungskreisen ausgewertet – die der Kanton Bern am Mittwoch publizierte.

Der Berner Jura verzeichnet die mit Abstand stärkste Zunahme der Fallzahlen, schreibt das Kantonale Führungsorgan. In diesem Verwaltungskreis haben sich bis 5. April 156 der knapp 54'000 im Berner Jura wohnhaften Personen mit dem Coronavirus angesteckt.

Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner hochgerechnet ergibt dies eine Fallzahl von 290 Personen. Zum Vergleich: im Kantonsdurchschnitt liegt diese Zahl bei 109 Fällen (auf 100'000 Einwohner), im Schweizer Durchschnitt bei 261.

Die zweit- und dritthöchste Ansteckungsrate weisen die Regionen Obersimmental-Saanen (187/100'000) und Biel (154/100'000) auf. Vergleichsweise tiefe Ansteckungsraten registrierte der Kanton in den Kreisen Oberaargau (55/100'000) und Emmental (64/100'000).

Mobiler Testbus neu im Berner Jura

Weshalb diese Unterschiede so gross sind, analysieren die Behörden derzeit, wie es weiter hiess. Um die hauptsächlich betroffenen Pflegeheime bei der Bewältigung zu unterstützen, würden verstärkte Testmöglichkeiten abgeklärt. Ein erster Schritt ist die Verlegung des mobilen Testbus vom Expo-Gelände in Bern in den Berner Jura.

Getestet werden sollen primär die Bewohnerinnen und Bewohner von Altersheimen sowie das betreffende Betreuungs- und Pflegepersonal.

Letzten Freitag wurde ein Covid-19-Ausbruch in einem Pflegeheim im Berner Jura bekannt. Demnach hatten sich 20 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 9 Angestellte mit dem Coronavirus angesteckt.
(sda)

Kulturschaffende können ab sofort Hilfsgesuche einreichen

Im Kanton Bern können Kulturschaffende ab sofort Gesuche um Unterstützungsgelder einreichen. Die Regierung hat am Mittwoch den Vollzug der bundesrätlichen Covid-19-Verordnung zur Kultur genehmigt. Auch stockte sie den Kulturförderungsfonds um 15 Millionen Franken auf.

Konkret können nicht-gewinnorientierte Kulturunternehmen beim Kanton zinslose Darlehen beantragen, um ihre Liquidität zu sichern. Selbständige Kulturschaffende und Kulturunternehmen können Ausfallentschädigungen beantragen, die auf die Corona-Massnahmen zurückzuführen sind.

Entsprechende Merkblätter sind auf der Homepage des Amtes für Kultur zu finden. Dort können die Betroffenen die Gesuche auch online stellen.

Der Regierungsrat setzte zudem sein Ende März angekündigtes Vorhaben um, die Kultur mit Lotteriemitteln zu unterstützen. So stimmte er einer ausserordentlichen Speisung des Kulturförderungsfonds in der Höhe von 15 Millionen Franken zu – die Gelder stammen aus dem Lotteriefonds. (sda)

58 neue Ansteckungsfälle – vier weitere Menschen tot

Im Kanton Bern sind bis am Mittwochmorgen 58 neue Covid-19-Fälle bestätigt worden. Vier Menschen starben seit Dienstag. Die Zahl der Hospitalisierungen stieg um fünf Personen auf total 127.

Am Mittwoch 8.00 Uhr befanden sich insgesamt 35 Personen auf Intensivpflegestationen, eine mehr als am Vortag. Von ihnen wurden 27 Patienten beatmet (+1), wie der Kanton Bern mitteilte.

Insgesamt zählte der Kanton Bern bis Mittwoch 1286 bestätigte Corona-Erkrankungen, 58 mehr als am Vortag. Gestorben sind bislang 37 Menschen (+4). (sda)

Anlaufstellen in der Krise

Familien stehen unter Druck, je länger die Krise anhält. Wirtschaftliche Unsicherheit, enge Wohnverhältnisse, Alkohol- und Drogenkonsum: Aktuell kommen viele Stressfaktoren zusammen. Daher erinnert der Kanton an die Institutionen und Beratungsstellen der Berner Kantonsverwaltung, die ihre Dienstleistungen auch unter erschwerten Rahmenbedingungen anbieten. Dasselbe gilt auch für staatliche und private Beratungs- und Hilfsangebote sowie die Kirchen, die für besondere Situation sensibilisiert sind. Die wichtigsten Angebote hat der Kanton zusammengestellt und veröffentlicht. (cd)

Kanton Bern entwickelt Covid-19-Symptom-Tracker

Die ETH Zürich und der Kanton Bern haben ihre Kräfte gebündelt und wollen ihre Covidtracker als gemeinsames Vorhaben weiterentwickeln. Dafür haben sie ein Konsortium gegründet, das die Arbeit bereits aufgenommen hat. Die Datensätze und Fragebögen der beiden Tracker werden zusammengeführt, um noch genauere Daten zu erheben und Analysen durchführen zu können.

Um vertiefte Erkenntnisse über die Corona-Pandemie in der Schweiz zu gewinnen, hat die ETH Zürich den COVID-19 Symptom Survey entwickelt. Die Plattform sammelt mit der Hilfe von freiwilligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern Informationen über die COVID-19 Verbreitung. Unabhängig davon hat auch eine kleine Gruppe von Studierenden und Unternehmern gemeinsam mit dem Kanton Bern eine solche Plattform aufgebaut. Diese beiden Plattformen sollen nun zusammengeführt werden, um die Daten noch effizienter erfassen und auswerten zu können. Dies mit dem Ziel, möglichst rasch eine aussagekräftige Karte der potenziellen Gefahrenherde zu erstellen.

Dafür haben die ETH Zürich und der Kanton Bern ein gemeinsames Konsortium ins Leben gerufen. Darin vertreten sind bisher die ETH Zürich (Prof. Dr. Gunnar Rätsch), die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion des Kantons Bern (Dr. med. Jan von Overbeck / Regierungsrat und Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektor Pierre Alain Schnegg) sowie die Milliways GmbH, die Nine Internet Solutions AG und die Astina AG.

Ziel des Konsortiums ist es, die Behörden bei der Bekämpfung der Corona-Epidemie optimal zu unterstützen sowie neue Datenanalysemethoden und Modelle der Epidemie anhand der Echtzeitdaten zu entwickeln. Das Konsortium hat seine Arbeit bereits aufgenommen und legt alle vorhandenen Datensätze zusammen. Eine Visualisierung dieser Daten ist auf www.covidtracker.chLink öffnet in einem neuen Fenster. bereits im Menu unter «MAP» verfügbar. Insgesamt wurden bis heute von beiden Initiativen mehr als 220'000 Antworten gesammelt. (ber)

Keine unnötigen Fahrten an Ostern

Der Kanton Bern ruft die Bevölkerung dazu auf, an Ostern auf Ausfahrten mit Auto oder Töff zu verzichten. Sollte es zu einer «grösseren Verkehrsdichte» kommen, könnten einzelne touristische Strassenabschnitte kurzfristig gesperrt werden.


Auch bei grosser Vorsicht sei es an stark frequentierten Orten schwierig, die Distanzregeln einzuhalten, teilte das Kantonale Führungsorgan am Mittwoch mit. Der propagierte Verzicht auf Ausfahrten gelte insbesondere auch für Reisen an nahegelegene Ausflugsorte.


Zwar blieben die Strassen zu den Ausflugsorten grundsätzlich offen, namentlich für die Anwohnerinnen und Anwohner. Bei grossem Personenaufkommen behalten sich die Behörden aber vor, Strassenabschnitte kurzfristig zu sperren.

Zufahrt zum Bantiger eingeschränkt

Laut Communiqué haben verschiedene Gemeinden den Zugang an besonders exponierte Orten bereits eingeschränkt, so zum Beispiel an der Uferstrasse entlang des Brienzersees oder die Zufahrt zum Bantiger bei Bern.


Die Kantonspolizei werde das Einhalten der Vorschriften des Bundes mit vermehrter Präsenz überprüfen, hiess es weiter. Bei Verstössen würden Bussen verteilt.
(SDA)

Waldbrandgefahr ist erheblich

Seit heute Mittwoch wird die Waldbrandgefahr im gesamten Kanton als erheblich eingestuft. Den Wetterprognosen nach bleibt es über Ostern trocken. Dadurch wird sich die Situation insbesondere an sonnigen Lagen weiter zuspitzen. Der Kanton gemahnt deshalb zur besonderen Vorsicht im Umgang mit Feuer im Freien. Grillfeuer sollten deshalb nur in fest eingerichteten Feuerstellen entfacht werden, bei Wind sollte man ganz darauf verzichten. (cd)

Deutliche Zunahme der Arbeitslosigkeit

Die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus haben im Kanton Bern direkt auf die Arbeitslosenzahlen durchgeschlagen. Die Arbeitslosenquote stieg im März deutlich von 2,0 auf 2,2 Prozent an.

Insgesamt waren im Kanton Bern im März 12‘649 Personen ohne Arbeit. Das sind 1471 Personen mehr als im Vormonat, wie die bernische Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion am Dienstag mitteilte.

Normalerweise sinkt die Zahl der Arbeitslosen im Frühjahr, wenn namentlich das Baugewerbe wieder mehr Leute braucht als im Winter. Die Corona-Krise führte nun aber praktisch in der gesamten Wirtschaft zu steigenden Arbeitslosenzahlen. Besonders betroffen waren diejenigen Branchen, die ihren Betrieb ganz einstellen mussten, allen voran das Gastgewerbe.

Die Folgen des Coronavirus sind im gesamten Land spürbar. Auf nationaler Ebene stieg die Arbeitslosenquote von 2,5 auf 2,9 Prozent.

Stärkster Anstieg in Tourismusgebieten

In allen bernischen Verwaltungskreisen stieg die Arbeitslosigkeit im März deutlich an, am stärksten in den touristisch geprägten Verwaltungskreisen des Oberlands. Die Spannweite der Arbeitslosenquote in den zehn Verwaltungskreisen liegt zwischen 1,2 (Frutigen-Niedersimmental) und 3,5 Prozent (Berner Jura und Biel).

Flut von Kurzarbeitsgesuchen

Aufgrund der ausserordentlichen Lage und den Massnahmen des Bundes kam es im März zu einer richtigen Flut von Kurzarbeitsgesuchen. Wie viele es sind, können die zuständigen Behörden derzeit nicht sagen, wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht. (SDA)

Drive-in auf drei Wochen ausgerichtet

Das seit Donnerstag auf dem BEA-Gelände eingerichtete Coronavirus-Drive-in-Testzentrum ist für die kommenden drei Wochen gut gerüstet. Dies sagte der Projektleiter und frühere Berner Kantonsarzt Jan von Overbeck in einem Interview mit «La Liberté» und den Partnerzeitungen vom Dienstag. Test-Kits für das Coronavirus gebe es ausreichend, betonte er. Wahrscheinlich sei eher die Verfügbarkeit von Schutzausrüstung ein Problem, hiess es.

Ein Autofahrer lässt im Drive-In einen Abstrich vornehmen.
Ein Autofahrer lässt im Drive-In einen Abstrich vornehmen.
Foto: Christian Pfander

Während der ersten Tage seien 124 Test durchgeführt worden, von denen sechs ein positives Testresultat ergeben hätten, erklärte er. Dies ergebe eine Infektionsrate zwischen vier bis sechs Prozent – wobei die Stichprobe zugegebenermassen eher als klein zu beurteilen sei. Von Overbeck betonte gleichzeitig, dass die Untersuchung gleich gut wie eine Laboranalyse sei.

Mittlerweile wurde die Testkapazität laut dem Projektleiter auf 500 Plätze pro Tag ausgebaut. Die Testzeit sei zudem um fünf Minuten reduziert worden. Allerdings kämen zwischen zehn bis 15 Prozent der Personen, die grünes Licht für eine Untersuchung erhalten hätten, nicht zu ihrem Termin, mahnte von Overbeck. (SDA)

Sommaruga besucht Firmen

Video: Keystone-SDA

Die Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat am Montagnachmittag verschiedene Firmen im Berner Jura besucht. In Valbirse machte sie Halt beim Mikrotechnik-Unternehmen Affolter.

Ihr sei der Austausch mit den betroffenen Firmen und Mitarbeitern wichtig, sagte Sommaruga am anschliessenden Point de Presse. Sie wolle sehen, wie sich die ausserordentliche Situation auswirke. Sie glaube, dass die ergriffenen Massnahmen des Bundesrates den Firmen helfe. Mit den Kantonen und den Firmen sollen für die kommenden Wochen Perspektiven erarbeitet werden.

Bieler Pfadiheim für Obdachlose

Die Bieler Pfadfinder stellen während der Corona-Pandemie ihr Vereinslokal für obdachlose Menschen zur Verfügung. Grund dafür ist, dass die Gassenküche und die Notschlafstelle ihre Plätze wegen der Ansteckungsgefahr reduzieren mussten.

Etwa 25 Obdachlose waren von diesen Massnahmen betroffen, wie die Stadt Biel am Montag mitteilte. Auf einen Aufruf meldete sich eine Pfadisektion aus Biel und stellte vorübergehend ihr Pfadiheim zur Verfügung. Seit einigen Tagen können dort nun Obdachlose Unterschlupf finden. (SDA)

Drei weitere Todesopfer

Die Lungenkrankheit Covid-19 hat im Kanton Bern seit Sonntag drei weitere Todesopfer gefordert. Insgesamt erlagen der Krankheit bisher 31 Personen.

Am Montagmorgen gab es im Kanton Bern 1173 bestätigte Ansteckungsfälle mit dem Coronavirus, also 36 Fälle mehr als am Wochenende.

Insgesamt 117 Personen waren in Spitalpflege, davon 35 auf der Intensivstation. Diese Zahlen haben sich leicht nach oben verändert. Am Sonntag waren 110 Personen hospitalisiert, davon 30 in Intensivpflege.

Von den 35 Patienten auf der Intensivstation benötigten am Montag deren 30 künstliche Beatmung, wie die bernische Gesundheitsdirektion mitteilte. (SDA)

Vita-Parcours im Könizbergwald abgesperrt

Wer seine Joggingrunde am Sonntag auf dem Vita-Parcours mit einigen Trainingselementen anreichern wollte, wurde enttäuscht: Die Posten wurden mit Vogelabschreckband abgesperrt, an den Infotafeln wurden entsprechende Hinweisblätter angeklebt.

Im Wald waren am Sonntagnachmittag relativ viele Spaziergänger und Jogger unterwegs. Allermeistens wurde aber Abstand gehalten.

Trainieren verboten: Die Trainingselemente des Vita-Parcours im Könizbergwald sind mit Band abgesperrt.
Trainieren verboten: Die Trainingselemente des Vita-Parcours im Könizbergwald sind mit Band abgesperrt.
Leserreporter

Keine neuen Todesfälle – 31 Neuinfektionen

Im Kanton Bern ist innert 24 Stunden kein neuer Covid-19-Todesfall zu verzeichnen. Die Zahl der Intensivpflegefälle ging von Samstag auf Sonntag gar von 35 auf 30 zurück. Hingegen gab es 31 neue Fälle mit positivem Test.

Insgesamt stieg damit die Zahl der positiv auf Covid-19 getesteten Fälle bis Sonntag 8.00 Uhr auf 1137, wie der Kanton Bern am Sonntag auf seiner Corona-Webseite bekannt gab.

Im Spital befanden sich insgesamt 110 Erkrankte, das sind 3 Menschen weniger als am Vortag. Von den 30 Intensivpflegefällen werden 25 beatmet – drei weniger als am Samstag. (SDA)

Zwei weitere Covid-19-Todesfälle im Kanton Bern

Im Kanton Bern sind weitere zwei Menschen an Covid-19 gestorben. Die Zahl der Toten stieg damit auf insgesamt 28. Gegenüber dem Vortag erhöhte sich die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen um 33 auf 1106.

Wie der Kanton Bern am Samstag auf seiner Coronavirus-Internetseite weiter mitteilte, befanden sich am Samstagmorgen 113 mit dem Coronavirus infizierte Personen im Spital – vier mehr als am Freitag um 8.00 Uhr. 35 der Hospitalisierten liegen auf der Intensivstation (fünf mehr als am Vortag); 28 dieser 35 Personen werden beatmet.

Bern: Alle Plätze im BEA-Drive-in-Testzentrum um 7.30 Uhr weg

Das am Donnerstag eröffnete Drive-in-Testzentrum auf dem BEA-Gelände wird rege genutzt. Bereits am Freitagmorgen waren alle Plätze vergeben.

Rund hundert Tests seien durchgeführt worden, sagte Gundekar Giebel, Sprecher der bernischen Gesundheitsdirektion, auf Anfrage. Die Plätze seien bereits um 7.30 Uhr alle vergeben gewesen.

Am Freitag wurden laut Giebel rund 100 Tests durchgeführt, um die Abläufe und Prozesse in der neuen Einrichtung einspielen zu können. Für Montag wird die Kapazität aufgestockt auf 200 bis 300 Tests pro Tag. Dies ist momentan das Maximum.

Maximal 1000 Tests pro Tag

Wichtig sei derzeit vor allem die Regelmässigkeit und nicht unbedingt die Quantität der Tests, betonte Giebel mit Blick auf deren knappe Verfügbarkeit. 3000 Tests pro Tag, wie man das ursprünglich einmal ins Auge gefasst habe, seien derzeit nicht realistisch.

Der ehemalige Berner Kantonsarzt Jan van Overbeck, der am Projekt des Drive-in-Testcenters beteiligt ist, sprach am Donnerstag am Rand einer Medienkonferenz davon, dass das System mit den nachgelagerten Diensten wie Labor maximal tausend Tests pro Tag erlaube. (sda)

(red)

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