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Hilfe, die aus dem All kommt

Kommunikationstechnologie greift immer stärker auf die Automobilbranche über. Systeme zur Fahrzeugortung am Computer oder via Handy können sowohl der Sicherheit der Insassen dienen, wie auch dem Flottenmanagement.

Satellitenortung (GPS) und Handysignale können nicht nur als «Schönwettertechnik» eingesetzt werden. In raffinierter Zusammenarbeit bieten die beiden Technologien verschiedenste Möglichkeiten, in Notfällen schnellstmöglich Hilfe anzufordern oder Langfingern das Handwerk zu legen. Das nutzen zum einen die Autohersteller zum Teil recht ausgedehnt, aber auch Drittanbieter mit Nachrüstsystemen. Zwei sehr komplette Nachrüstsysteme aus der Schweiz, die weltweit funktionieren, kommen von Carradar (www.carradar.ch) und Acces24 (www.access24.ch).

Der Notfallknopf

Prinzipiell muss man unterscheiden zwischen der reinen GPS-Überwachung von Fahrzeugen oder Fahrzeugflotten und Lösungen mit sogenanntem «Notfallknopf», dessen Drücken den Lenker via eingebautes Telefon oder über ein Mikrofon mit einem Callcenter verbindet. In der Regel ist dieser Knopf getarnt eingebaut, etwa als Lichtschalter. Ein Notfallknopf kann etwa bei einer Entführung entscheidend sein. Per Knopfdruck weiss das Personal im Callcenter, dass etwas nicht stimmt, und kann die Vorgänge im Wageninnern akustisch mitverfolgen. Man kann die Notfallmeldung wahlweise auch auf bis zu vier weitere Telefonnummern leiten. Ausserdem wissen die Alarmierten dank der mit dem Notfallsignal übermittelten GPS-Daten, wo genau sich das Fahrzeug gerade befindet. Um sicherzugehen, dass wirklich Not am Mann ist und nicht versehentlich auf den Knopf gedrückt wurde, wird zwischen Callcenter und Fahrzeuglenker ein Codewort oder eine Antwort auf eine bestimmte Frage vereinbart, um die kritische Lage zu bestätigen. Ist’s ein «scharfer» Notruf, werden via Callcenter sofort Polizei und weitere Hilfskräfte alarmiert. Bei Access24 besteht sogar die Möglichkeit, das Wageninnere über eine Minikamera überwachen zu lassen.

Flottenüberwachung

Für die reine Fahrzeugüberwachung über GPS mit Übertragung der Satelliteninformationen per SMS oder GPRS (ist wesentlich günstiger) in digitales Kartenmaterial brauchts weder einen Notfallknopf noch ein Callcenter. Kunden wie Transport- und Taxiunternehmen können das am PC selber handeln. Neben Carradar und Acess24 ist etwa YellowFox ein weiterer Anbieter von solchen Geräten zur Flottenüberwachung (www.yellowfox.net).

Die Bilder oben links zeigen Ausschnitte des Kartenanbieters Map24 mit eingeblendeten Standortinformationen von Lastwagen, die mit GPS-Ortungsgeräten von Access24 ausgerüstet sind. Einmal als Übersicht, einmal reingezoomt auf ein einzelnes Fahrzeug. Gemäss André Germann, Mitglied der Geschäftsleitung bei Access24, lässt sich die Häufigkeit der Lokalisierung von Fahrzeugen bis runter auf einmal pro Sekunde einstellen. Je öfter lokalisiert wird, desto teurer kommts.

Hardware ab 1'000 Franken

Germann nennt ein Beispiel: Wird ein Fahrzeug alle zwei Minuten getrackt, ergibt das im Monat auf eine tägliche Acht- bis Zehnstundenschicht gerechnet eine Übertragungsmenge dieser Informationen von etwa 5 Megabyte. Die Übertragung von 5 MB via GPRS kostet im Inland rund 15 Franken. Im Ausland mit Roaming etwa 32 Franken. Eine Trackung jede Sekunde ergibt analog eine Datenmenge um die 500 MB, was dann monatlich schon recht ins Geld gehen kann. Mit der Anschaffung der Hardware und dem Einbau ists demnach nicht getan. Wie Carradar bietet auch Access24 sogenannte Flatrates an, was die Datenübertragung anbelangt, um dem Kunden eine Kostenkalkulation über Monate hinweg zu ermöglichen.

Die Hardware ist bei Carradar ab etwa 1'900 Franken zu haben, bei Access24 gibts auch Lösungen für weniger als 1'000 Franken.

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