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Intel zeigt solarbetriebenen Prozessor

Der Chiphersteller hat eine Solarzelle von der Grösse einer Briefmarke vorgestellt – mehr braucht man in Zukunft vielleicht nicht, um einen Prozessor mit Energie zu versorgen.

Arbeitet an einer das fünf- bis zehnmal so langen Batterielaufzeit: Chiphersteller Intel.
Arbeitet an einer das fünf- bis zehnmal so langen Batterielaufzeit: Chiphersteller Intel.
Keystone

Eine Solarzelle von der Grösse einer Briefmarke, mehr braucht man in Zukunft vielleicht nicht, um einen Prozessor mit Energie zu versorgen. Der Chip-Hersteller Intel zeigte in San Francisco einen Forschungs-Chip, der genau das kann, wenn auch nur im Ruhezustand.

Der auf Basis eines Pentium-Prozessors entwickelte Chip erreicht den Angaben zufolge die fünffache Energieeffizienz bestehender Prozessoren. Er läuft bei Bedarf sehr schnell, senkt aber die Leistung bei geringer Arbeitsbelastung auf unter 10 Milliwatt - er ist dann weiter in Betrieb und wird nur durch eine Solarzelle von der Grösse einer Briefmarke mit Strom versorgt.

Veraltete Architektur

Der Forschungs-Chip werde nicht in Produktion gehen, erklärte Intel. Die Ergebnisse der Forschungen könnten aber in zahlreichen Geräten genutzt werden, um den Stromverbrauch weiter zu senken. Der für die Forschungen verwendete Pentium-Chip ist von seiner Architektur her schon so veraltet, dass die Mitarbeiter bei Ebay nach einem entsprechenden Motherboard suchen mussten, wie Intel-Technikchef Justin Rattner erklärte.

Was ist eine Schwellenspannung?

Tatsächlich besteht die Leistung weniger darin, einen Chip zu entwickeln, der mit Sonnenenergie betrieben werden kann. Vielmehr ist es den Technikern gelungen, ein Chip zu entwickeln, der nur wenig mehr Energie braucht, als zur Aktivierung der Transistoren benötigt wird. Dies wird als Schwellenspannung bezeichnet. Dadurch könne zum Beispiel die Batterielaufzeit um das Fünf- bis Zehnfache verlängert werden, erklärte Rattner.

dapd/rek

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