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Attacke gegen kranken Apple-Chef

Netgear-Chef Patrick Lo hat Steve Jobs in einem Interview mit einer missverständlichen - wenn nicht sogar unappetitlichen - Aussage angegriffen.

Musste im Januar das Tagesgeschäft aus krankheitsbedingten Gründen abgeben: Apple-Chef Steve Jobs.
Musste im Januar das Tagesgeschäft aus krankheitsbedingten Gründen abgeben: Apple-Chef Steve Jobs.
Keystone

«Wenn Steve Jobs Apple endgültig verlässt, was nicht mehr lange dauern dürfte, muss Apple sich entscheiden, ob es seine Plattform öffnen wolle.» Mit diesen im «Sydney Morning Herald» zitierten Worten (im Original: «Once Steve Jobs goes away, which is probably not far away») hat Patrick Lo nicht nur bei Apple-Fans einen Sturm der Entrüstung ausgelöst.

Der Chef des Netzwerkunternehmens Netgear spielt damit auf die Erkrankung Jobs' an, der vor kurzem aus Gesundheitsgründen die operative Führung im Apple-Konzern temporär abgeben musste.

Langjährige Krankheitsgeschichte

Patrick Los Aussage kann vor dem Hintergrund der Krankengeschichte des Apple-Chefs durchaus missverstanden werden: Vor sieben Jahren hatte Jobs eine Krebserkrankung der Bauchspeicheldrüse besiegt. Im Januar 2009 äusserte er sich in einem offenen Brief zu seinem Gesundheitszustand und gab bekannt, dass er an einer Hormonerkrankung leide, die für seinen grossen Gewichtsverlust verantwortlich sei.

Der Apple-Chef zog sich wenig später bis Ende Juni 2009 aus dem Tagesgeschäft zurück. Vor zwei Jahren wurde bekannt, dass er sich bereits im April 2009 einer Lebertransplantation unterziehen musste. Lo hat sich laut dem «Daily Telegraph» inzwischen entschuldigt.

Was Lo eigentlich sagen wollte

Durch die Verbindung zu Jobs Gesundheitszustand ging das eigentliche Thema, das Lo ansprach, völlig unter. Der Netgear-Chef gab sich im Interview überzeugt, dass Apples geschlossenes System längerfristig gegen offene Plattformen (etwa Googles Software Android) keine Chance hat. Cupertinos Erfolgsmodell sei nur vorübergehender Natur.

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