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Das Versprechen der Apple-Rivalen

Neues Windows, High-Speed-Surfen und Hochgeschwindigkeitsdrucker: Das Fazit der Consumer Electronics Show in Las Vegas.

Eines von Dutzenden neuer Tablets: Das Xoom von Motorola.
Eines von Dutzenden neuer Tablets: Das Xoom von Motorola.
Keystone

Wer wissen will, wohin die Entwicklung bei Computern und anderen elektronischen Geräten geht, der kommt an der traditionell zu Jahresbeginn stattfindenden Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas nicht vorbei.

Aber oft erweist sich das, was auf der Messe noch als der heisseste Trend gehandelt wird, schon bald als Flop. Dieses Jahr scheint das anders zu sein. Es wurden viele Produkte präsentiert, die über Jahre prägend sein könnten.

Microsoft gab ein Einblick in eine radikal neue Version von Windows, der US-Mobilfunkkonzern Verizon zeigte Geräte für ein Funknetzwerk, das in vielen Fällen schneller sein dürfte als der derzeit noch übliche Breitbandanschluss, und knapp ein Jahr nach dem Start des iPads von Apple kommen nun endlich zahlreiche konkurrenzfähige Tablet-PCs auf den Markt. Und so konnte die Messe nach zwei eher schwachen Jahren auch wieder einen stärkeren Zuspruch bei der Zahl der Besucher verzeichnen, es kamen schätzungsweise wieder mehr als 140'000. Die Highlights der Messe im Überblick:

Tablets

Die flachen Rechner mit Touchscreen-Oberfläche, die dem iPad Konkurrenz machen sollen, traten gleich scharenweise auf. Grosse und kleine Firmen zeigten Geräte, die sich zumeist bei der Hardware-Austattung vom Apple-Produkt abheben wollten. Viele scheinen dabei auf die neuestes Version von Googles Android-Software als Betriebssystem zu setzen. Die scheint auch mehr auf die Tablet-Rechner ausgelegt zu sein als die Vorgängerversionen, die vor allem den Smartphone-Markt bedienten. Aber auch Windows 7 von Microsoft war auf den Tablets zu sehen.

Mobiles High-Speed-Internet

Der US-Konzern Verizon Wireless startete im Dezember sein Mobilfunknetz der sogenannten vierten Generation (4G), jetzt folgten auf der CES erste Geräte die 4G nutzen können. In Deutschland ist diese Technik vermutlich eher unter dem Begriff LTE bekannt, die entsprechenden Frequenzen wurden erst im vergangenen Jahr versteigert. Sie sollen mobiles Internet in DSL-Geschwindigkeit möglich machen. Nutzen konnten dies bislang nur Laptop-Modems, auf der CES zeigte Verizon aber auch Smartphones von Motorola, LG Electronics, HTC und Samsung mit der 4G-Technik, die in der ersten Jahreshälfte auf den Markt kommen sollen.

Windows für Smartphone-Chips

Die Computer sahen alles andere als fertig aus und was sie auf den Bildschirm brachten, wirkte wie ein normales Windows 7. Dahinter verbarg sich aber nicht weniger als ein sich abzeichnender grundlegender Wandel für Microsoft und die gesamte PC-Industrie. Denn in den Computern arbeitete statt der PC-üblichen Prozessoren von Intel oder AMD ein Smartphone-Chip, auf der Basis eines Designs des Unternehmens ARM. Auch Apples iPad arbeitet mit so einem Chip, der mit ein Grund für die Batterielaufzeit von zehn Stunden ist. Wann ein Windows für ARM-Prozessoren auf den Markt kommt, wollte Microsoft noch nicht sagen, es dürfte aber noch mindestens ein Jahr bis dahin sein.

Intel und AMD schlagen zurück

Den sich anbahnenden Wandel können Intel und AMD natürlich nicht ignorieren. Sie zeigten auf der CES Prozessoren, die vor allem im Bereich der kostengünstigen PCs helfen sollen, gegenüber den Mobilgeräten konkurrenzfähig zu bleiben. Dazu gehören vor allem verbesserte Grafikfähigkeiten.

3-D-Fernseher mit Kino-Brillen

Der grosse Trend des vergangenen Jahres bei den Fernsehern, die 3D-Technik, kam bei den Kunden nicht so gut an, wie viele Firmen gehofft hatten. Ein Grund dürften die grossen, teuren und batteriebetriebenen Brillen sein, die man zum Betrachten dieser Geräte braucht. Aber Hilfe ist in Sicht. Es sind leichte, billigere Brillen, ähnlich denen, die im Kino verwendet werden. Vizio hat so eine Brille schon im Angebot, LG Electronics zeigte auf der CES eine, und Samsung Electronics arbeitet auch schon daran. Die Auflösung wird dabei halbiert, was aber wohl nicht jedem auffällt.

Hochgeschwindigkeitsdrucker

Techniken zum Drucken machen kaum noch Schlagzeilen. Sowohl Tintenstrahl- als auch Laserdrucker sind seit vielen Jahren Alltag. Das Startup-Unternehmen Memjet zeigte jetzt aber eine Technik, bei der ein Desktop-Drucker eine Seite in Farbe pro Sekunde drucken kann - und das soll bei niedrigen Kosten möglich sein. Statt eines Druckkopfes, der über die Seite hin und her rauscht, gibt es einen stationären Druckkopf, der die gesamte Breite der Seite einnimmt. In den USA soll ein solcher Drucker noch in diesem Jahr für rund 600 Dollar auf den Markt kommen.

dapd/rek

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