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Hacker greifen Microsoft an

Genau wie Facebook und Apple wurde nun auch Microsoft zum Ziel einer Cyberattacke. Zudem stoppte eine hausgemachte Panne einen Service des Computerunternehmens.

Wurde von den Hackern ebenfalls nicht verschont: Microsoft. (Archivbild)
Wurde von den Hackern ebenfalls nicht verschont: Microsoft. (Archivbild)
Reuters

Nach Apple und Facebook ist nun auch Microsoft Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Der Konzern räumte am Freitag ein, eine geringe Anzahl seiner Computer sei von einer bösartigen Software betroffen gewesen.

Es gebe jedoch bislang keine Hinweise darauf, dass Kundendaten entwendet worden seien. Microsoft erklärte, der Vorgang weise Ähnlichkeiten zu den Fällen bei Apple und Facebook auf. Microsoft machte keine genauen Angaben zum Zeitpunkt des Angriffs sondern erklärte lediglich, er habe in jüngster Zeit stattgefunden.

Obama ordnete Schutz für Internetseiten an

In den vergangenen Monaten hat eine ganze Serie von Hacker-Angriffen auf US-Unternehmen Schlagzeilen gemacht. So waren auch der Online-Kurznachrichtendienst Twitter sowie die Internetseiten der «New York Times» und des «Wall Street Journal» heimgesucht worden.

Oftmals führten die Spuren nach China. Die vermehrten Vorfälle haben bereits US-Präsident Barack Obama auf den Plan gerufen. Der Demokrat ordnete per Dekret einen besseren Schutz wichtiger US-Internetseiten vor Cyber-Attacken an.

Panne stoppt Microsofts Azure-Service

Eine hausgemachte Panne hat in der Nacht zum Samstag Microsofts Online-Speicherdienst weltweit ausser Gefecht gesetzt. Wie der Software-Gigant mitteilte, wurde am Freitag versäumt, ein Sicherheitszertifikat rechtzeitig zu verlängern. Die Folge: Nach 22 Uhr Schweizerzeit konnten Geschäftskunden nicht mehr auf ihre Online gespeicherten Daten zugreifen.

Das abgelaufene Zertifikat wurde nach Angaben Microsofts dafür benötigt, dass Online-Dienste mit dem «https»-Protokoll ordnungsgemäss laufen. Der Azure-Dienst war auch vier Stunden nach Beginn des Ausfalls noch nicht wieder völlig hergestellt. «Wir entschuldigen uns für alle Unannehmlichkeiten, die das bei unseren Kunden verursacht», teilte Microsoft mit.

Die Panne illustriert ein mögliches Problem beim sogenannten Cloud Computing, bei dem Daten nicht mehr lokal gespeichert werden, sondern in Datenzentren, über die Mitarbeiter eines Unternehmens dann von überall per Internet zugreifen können.

sda/dapd/chk/mw

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