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Kampf der Suchmaschinen: Google mit Riesenschritten

Der Internetkonzern Yahoo setzt in Japan künftig auf die Suchmaschine aus Kalifornien – obwohl Microsoft im vergangenen Jahr das Suchgeschäft von Yahoo übernommen hatte.

Wachsende Dominanz: Auch der Software-Gigant Microsoft, der die Suchmaschine Bing betreibt, vermochte bislang nicht, sich im Internet gegen Google zu behaupten.
Wachsende Dominanz: Auch der Software-Gigant Microsoft, der die Suchmaschine Bing betreibt, vermochte bislang nicht, sich im Internet gegen Google zu behaupten.
Keystone

Der Internetkonzern Yahoo setzt in Japan künftig auf die Suchmaschine Google. Die Technologie des Konkurrenten solle künftig bei jeder Suchanfrage auf Yahoo Japan zum Einsatz kommen, die Präsentation und sonstigen Dienste würden aber weiterhin komplett getrennt, sagte der Chef von Yahoo Japan, Masahiro Inoue am Dienstag. Mit der Vereinbarung wird Google künftig auch in Japan zum Marktführer bei Suchmaschinen: Bislang beantwortet der Suchmaschinenriese dort nur knapp ein Drittel der Suchanfragen, während Yahoo mehr als die Hälfte des Marktes kontrolliert.

Warum Microsoft nicht zuständig ist

Eigentlich hatte der US-Softwareriese Microsoft im vergangenen Jahr das Suchgeschäft von Yahoo übernommen. Im Internetportal von Yahoo kommt daher in den USA und vielen europäischen Ländern mittlerweile die Technik der Microsoft-Suchmaschine Bing zum Einsatz. Yahoo Japan ist vom internationalen Konzern aber weitgehend unabhängig und daher von der Partnerschaft mit Microsoft nicht betroffen: Yahoo international hält nur 35 Prozent an der japanischen Tochter, 40 Prozent hingegen besitzt der Mobilfunkanbieter Softbank.

Pionier im Niedergang

Yahoo ist einer der frühen Pioniere des Internets und war lange eines der wichtigsten Internetportale mit integrierter Suchmaschine. Nach dem Start von Google vor mehr als zehn Jahren aber verlor Yahoo rasant an Marktanteilen – während Google einen Siegeszug antrat. Auch der Software-Gigant Microsoft vermochte bislang nicht, sich im Internet gegen Google – das inzwischen deutlich mehr Dienste als nur die Suchmaschine anbietet – zu behaupten.

AFP/rek

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