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Mit 50 Millionen den Microsoft-Manager abgeworben

Don Mattrick war bislang Microsofts Mann für die Xbox. Nun hat ihn der Spieleentwickler Zynga mit einem satten Antrittsgeld geholt – vom üppigen Jahreslohn gar nicht zu reden.

Bringen die beiden Zynga wieder auf Kurs? Gründer Mark Pincus (l.) - er tritt als CEO ab - und sein Nachfolger von Microsoft, Don Mattrick.
Bringen die beiden Zynga wieder auf Kurs? Gründer Mark Pincus (l.) - er tritt als CEO ab - und sein Nachfolger von Microsoft, Don Mattrick.
Keystone

Nach schwachen Zahlen und dem Verlust von Millionen Spielern bekommt der Spieleentwickler Zynga einen neuen Chef. Gründer Mark Pincus macht Platz für Don Mattrick, der bislang Microsofts Spielekonsole Xbox verantwortete und zuvor beim PC-Spielekonzern Electronic Arts arbeitete.

Wie die «Financial Times» (Artikel im Bezahlbereich) heute schreibt, wurde Mattrick ein Antrittspaket im Wert von 50 Millionen Dollar geboten. Auch sein künftiger Jahreslohn lässt sich sehen. Er soll bar und in Aktien insgesamt 10 Millionen Dollar erhalten.

520 Leute gefeuert

Mattrick übernimmt zum 8. Juli das Ruder. Er muss dafür sorgen, dass Zynga an frühere Erfolge anknüpfen kann. Das Unternehmen war mit Spielen für Facebook gross geworden und hatte im Dezember 2011 einen milliardenschweren Börsengang hingelegt.

Doch zuletzt verloren Zyngas Onlinespiele ihre Anziehungskraft und der Umsatz schrumpfte. Pincus musste 520 Leute feuern, fast jeden fünften Mitarbeiter.

Pincus bleibt VR-Präsident

Nun soll Mattrick die Wende bringen. Er hatte mitgeholfen, die Xbox in Millionen Wohnzimmer zu bringen. Zuletzt brüskierte er allerdings die Gamer: Microsoft wollte einen Onlinezwang sowie ein Tauschverbot von Spielediscs für die neue Konsole Xbox One durchsetzen. Das sorgte für Empörung. Ende vergangener Woche stampfte der Konzern die Pläne schliesslich ein. Mattrick musste sich bei den Xbox-Fans entschuldigen.

Pincus wird weiterhin als Vorsitzender des Verwaltungsrats ein Auge auf sein Lebenswerk haben. Er ist Grossaktionär und damit eine Macht bei Zynga. Auch die Entwicklung der Spiele wird Pincus weiter verantworten.

«Farmville»-Produzent

Zynga verdient sein Geld bisher vor allem mit dem Verkauf virtueller Güter wie einem Traktor oder Saatgut bei der Bauernhof-Simulation «Farmville». Pincus hatte bereits damit angefangen, die Abhängigkeit von diesen Klassikern zu verringern.

In der Hoffnung auf neue Einnahmequellen stösst Zynga verstärkt ins Onlineglücksspiel vor. Zudem versucht sich das Unternehmen bei Smartphone-Spielen.

SDA/cpm

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