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Zuckerberg erhört die Datenschützer

Das Internet-Netzwerk Facebook gibt seinen Nutzern mehr Kontrolle über ihre Informationen. Sie können künftig zum Beispiel punktgenau eingrenzen, wer Ihre Neuigkeiten, Bilder oder Videos sehen kann.

«Ich würde etwas ja online mit anderen teilen, aber ich möchte das nicht gleich 250 Leuten zeigen. Oder meiner Grossmutter. Oder meinem Chef», umschrieb der Facebook-Gründer die Gedankengänge der Nutzer.
«Ich würde etwas ja online mit anderen teilen, aber ich möchte das nicht gleich 250 Leuten zeigen. Oder meiner Grossmutter. Oder meinem Chef», umschrieb der Facebook-Gründer die Gedankengänge der Nutzer.
Reuters

Künftig wird es möglich, den gesamten Inhalt des Facebook-Profils auf seinen Computer herunterzuladen, wie Facebook-Gründer Mark Zuckerberg am Mittwochabend ankündigte. Ausserdem sollen die Nutzer in einem speziellen Bereich in ihrem Profil einen besseren Überblick darüber bekommen, welche Facebook-Programme auf ihre Informationen zugreifen können.

In der Vergangenheit war Facebook immer wieder von Datenschützern, Politikern und auch Nutzern wegen des Umgangs mit der Privatsphäre kritisiert worden. Vor allem erzürnte sie, dass bei Umgestaltungen die Voreinstellung zum Teil auf «Mit allen teilen» gesetzt war – also mit ganz Facebook. Das führte auch dazu, dass private Fotos von Zuckerberg selbst für kurze Zeit öffentlich wurden.

Grundeinstellungen werden feiner

Die Nutzer hätten sich mehr Möglichkeiten gewünscht, beim Teilen ihrer Informationen den Empfängerkreis genauer einzugrenzen, räumte Zuckerberg ein. «Ich würde etwas ja online mit anderen teilen, aber ich möchte das nicht gleich 250 Leuten zeigen. Oder meiner Grossmutter. Oder meinem Chef», umschrieb der Facebook-Gründer die Gedankengänge der Nutzer.

Dies werde nun einfach zu regeln sein. Im Moment sind die Grundeinstellungen deutlich grober: Man kann seine Informationen zum Beispiel nur seinen Facebook-Freunden zugänglich machen, oder auch deren Freunden oder allen.

Späte Reaktion

Mit dem Umbau macht Zuckerberg einen Schritt zurück, was die Offenheit der Informationen angeht: Vor wenigen Monaten hatte er noch betont, der Trend sei nach seiner Ansicht, dass die Nutzer ihre Daten frei zugänglich machen wollten.

SDA/rek

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