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Wie Vietnam die Kinder erzieht

Schulbehörden im asiatischen Land haben die einjährige Suspendierung einer Achtklässlerin aufgehoben, die Zitate des früheren Staatschefs Ho Chi-minh auf Facebook zweckentfremdet hatte.

Verehrung über Generationen: Ho-Chi-Minh-Plakat in Hanoi.
Verehrung über Generationen: Ho-Chi-Minh-Plakat in Hanoi.
AFP

Vietnams Schulbehörden haben die einjährige Suspendierung einer Achtklässlerin aufgehoben, die Zitate des früheren Staatschefs Ho Chi-minh auf Facebook zweckentfremdet hatte.

Das Mädchen hatte Auszüge einer berühmten Rede des Revolutionsführers aus dem Jahre 1946 verwendet, um sich in dem sozialen Netzwerk darüber auszulassen, dass sie nie mehr Prüfungen ablegen müsse. Die Schülerin hatte die Parodie bloss aus Spass verfasst, wie sie beteuerte. In der Originalrede rief Ho Chi-Minh zum Widerstand gegen die französischen Kolonialisten auf.

Der Direktor ihrer Schule in der Provinz Quang Nam sagte am Dienstag, das Mädchen verdiene zwar eine Bestrafung. Allerdings wurde sie wieder zum Unterricht zugelassen, nachdem ihre Eltern und die örtliche Jugendvereinigung der Kommunistischen Partei versprochen hatten, die Achtklässlerin zu «erziehen».

Ho Chi-minh wird in Vietnam dafür verehrt, das Land aus der kolonialen Knechtschaft Frankreichs und in die Unabhängigkeit geführt zu haben.

dapd

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