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Fälle im Genfer Uni-SpitalDrei Kinder von mysteriöser Krankheit befallen

Die jungen Patienten werden im Genfer Uni-Spital gepflegt. Ein möglicher Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wird nicht ausgeschlossen.

 Eines der Kinder wurde im Genfer Universitätsspital positiv auf das Coronavirus getestet.
Eines der Kinder wurde im Genfer Universitätsspital positiv auf das Coronavirus getestet.
(Keystone/Martial Trezzini/Symbolbild)

Drei Kinder mit einer mysteriösen Entzündungskrankheit werden derzeit am Universitätsspital in Genf gepflegt. Ein möglicher Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wird nicht ausgeschlossen. Eines von ihnen wurde positiv auf das Coronavirus getestet.

Der Delegierte des Bundes für die Corona-Pandemie, Daniel Koch, sprach am Mittwoch von einer Immunitätsreaktion als Folge einer Infektion mit dem Coronavirus. Das Virus löse einen Entzündungssturm im Körper aus, eine Überreaktion des Immunsystems, sagte der Genfer Kantonschemiker Jacques-André Romand.

Der erste Fall trat im Genfer Universitätsspital am vergangenen 2. April auf, wie der Sprecher des zuständigen Gesundheitsdepartementes zu einem Bericht der Onlineportale von Le Matin und 20 Minutes sagte. Er geht davon aus, dass es ausserhalb von Genf in der Schweiz derzeit keine vergleichbaren Erkrankungen gebe. Im Kanton Genf sind bisher rund 20 Kinder positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Gleiches Krankheitsbild wie bei Kawasaki

Das Krankheitsbild bei den Kindern gleiche jenem der sogenannten Kawasaki-Krankheit. Solche Fälle seien in verschiedenen Ländern festgestellt worden. Ein Teil der betroffenen Kinder sei positiv auf das Coronavirus getestet worden, andere wiederum nicht. Die Kinder hätten Magen-Darm-Probleme, Atemprobleme oder auch Probleme mit dem Herzen, wie Damien Bonnet, Chef der Herzpädiatrie am Necker-Spital in Paris, in einer Meldung der Nachrichtenagentur AFP zitiert wird.

SDA

38 Kommentare
    max bernard

    Die Behauptung des BAG, wonach Kinder das Coronavirus nicht übertragen können, halte ich für unverantwortlich, solange es darüber keine stichhaltigen Studien gibt. Würde mich sowieso wundern, wenn dem so wäre, da ein kindlicher Körper nicht anders aufgebaut ist als ein erwachsener. So verfestigt sich der Eindruck, dass das BAG immer die "Erkenntnisse" liefert, welche der Politik genehm sind und dazu gehört die Entlastung der durch den Lockdown überforderten Eltern.