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Köbi Kölliker macht weiterEin «Ja, aber» für Bomos Frauen

Eishockeylegende Köbi Kölliker plant eine zweite Saison bei Bomo Thun. Der 66-jährige Trainer lässt sich aber eine Hintertüre offen.

Köbi Kölliker hat sich bei Bomo Thun einiges notiert und fordert für ein zweites Trainerjahr Verbesserungen.
Köbi Kölliker hat sich bei Bomo Thun einiges notiert und fordert für ein zweites Trainerjahr Verbesserungen.
Foto: Markus Grunder

Köbi Kölliker bleibt Bomo Thun erhalten. Der frühere Schweizer Rekord-Internationale leitet aktuell das Sommertraining. «Wenn nicht noch ein anderer Coach daherkommt, werde ich auch im Winter wieder an der Bande stehen», sagt der Altmeister.

Als Anfang März der Ligaerhalt Tatsache war, wollte Kölliker zuerst über die Bücher, bevor er sein «Ja» für eine weitere Saison gab. Schliesslich wurde mit den Playoffs das Saisonziel verpasst. Drei Monate später sagt der 66-Jährige nun: «Ich sehe mich als freien Mitarbeiter. Derzeit bin ich aktiv dabei und helfe gerne. Momentan mache ich die Planung und arbeite an Transfers, erledige also eigentlich auch die Aufgaben eines Sportchefs. Doch für mich passt das.» Er hält indes fest: «Aber bloss, um Spass zu haben, braucht es mich nicht.»

Frauenhockey fördern

Kölliker hatte im ersten Jahr den absoluten Leistungsgedanken bei den Spielerinnen vermisst. Er, der im Männer-Eishockey so vieles erlebt und immer noch ein Engagement bei den Chinesen hat, will auch bei den Frauen etwas bewirken. «Ich will das Frauenhockey fördern und mit Bomo in der Liga eine wichtige Rolle spielen.» Dazu müsse der Club die Strukturen verbessern. Der erfahrene Fachmann weiss, dass das nicht von heute auf morgen geht. Immerhin soll er bald einen Assistenten erhalten. Und dennoch meint Kölliker – nicht zuletzt mit Blick auf das aktuelle Wetter – vielsagend: «Die Wolken kommen und gehen.» Dieser Satz kann durchaus als Hintertüre interpretiert werden, sollten sich bei Bomo Thun die Dinge nicht nach seinen Vorstellungen entwickeln.