Ein neuer Freiluft-Kinospass über der Aare

thunStars unter dem

Sternenhimmel: Das gabs

in Thun in den letzten Jahren ausser beim Bollywood

Festival nicht mehr in grossem Stil. Jetzt soll ein neues Film-Open-Air das Sommerangebot aufpeppen. Und zwar beim Restaurant Zündkapselfabrik – mit einer Leinwand auf der anderen Seite der Aare.

Rührende Romanzen, köstliche Komödien, atemberaubende Action – und all dies auf der Kinoleinwand unter freiem Himmel: Was praktisch jede Stadt und viele Dörfer Sommer für Sommer bieten, suchten Filmfans in den letzten Jahren in Thun vergeblich. 2007 fand das letzte Film-Open-Air im Grabengut statt, 2010 sprang immerhin das Bollywood Festival mit Vorführungen auf dem Rathausplatz in die Bresche (vgl. Kasten). Tribüne mit bis zu 250 Plätzen Im Sommer 2012 soll jetzt Bewegung in die Open-Air-Szene kommen: Beim Restaurant Zündkapselfabrik an der Uttigenstrasse ist direkt an der Aare ein neues Freiluftkino geplant. «Die Idee ist im letzten Sommer entstanden», sagt Initiant Martin Dummermuth Eggermann, Bereichsleiter Gastronomie beim Sozialunternehmen Transfair, welche das Restaurant Zündkapselfabrik betreibt. Im Lokal und auf der Aareterrasse wurden laut Dummermuth Eggermann bereits mehrfach Events durchgeführt, die Kulinarik und Kultur vereinten: «Wir haben gemerkt, dass sich die Zündkapselfabrik sehr gut dafür eignet.» Jetzt nimmt das Filmprojekt konkrete Formen an. Die Stadt hat den Anlass, für den die Tage vom 16. bis am 29.Juli reserviert wurden, bewilligt. Voraussichtlich werden acht Filme laufen. «Ich fand es sehr schade, dass es in den letzten Jahren in Thun kein Film-Open-Air mehr gab», sagt Martin Dummermuth Eggermann. Er sieht das neue Projekt als Bereicherung des Thuner Sommerangebots, nicht als Konkurrenz zu bestehenden Events. Er erläutert einen gewichtigen Vorteil des Standorts an der Uttigenstrasse: Die Lärmproblematik –in der Innenstadt ein Dauerthema – existiert nicht, da es keine direkten Anwohner gibt. Und: «Film-Open-Airs an Seen gibt es einige. An Fliessgewässern ist mir hingegen keines bekannt.» Auf der Terrasse der Zündkapselfabrik soll eine Tribüne mit 200 bis 250 Plätzen erstellt werden. Speziell: Die Leinwand kommt auf der anderen Seite der Aare zu stehen. Doch das ist nicht alles: «Für mich war klar, dass das Film-Open-Air auch eine kulinarische Komponente haben muss – das ist mein Kernbusiness», betont Dummermuth Eggermann. Deshalb wird es auf den Aussenplätzen des Restaurants eine Etage über der Tribüne weitere 70 Sitzplätze geben. Dort können Besucher zuerst ein Abendessen und danach direkt von ihren Plätzen aus den Film geniessen. Und dies – im Gegensatz zur Tribüne – unter einem Dach. «Das Essen wird jeweils auf den Film abgestimmt», führt Martin Dummermuth Eggermann aus. Klassiker und Neues Welche Art Filme will er zeigen? «Eine Mischung aus Klassikern und neuen Streifen», antwortet der Transfair-Gastroleiter. Eine fünfköpfige Jury werde die Filmauswahl treffen – eine Vorgabe sei, dass mindestens 50 Prozent in der Originalsprache gezeigt werden. Ein Muss ist für den Initianten der Schweizer Klassiker «Gilberte de Courgenay» – schon nur weil er zur militärischen Vergangenheit der Zündkapselfabrik sehr gut passe. Martin Dummermuth Eggermann will einen professionellen Anlass aufziehen. Er ist deshalb mit Kinoprofis in Verhandlungen – und sucht Sponsoren für das Film-Open-Air. Zwei Firmen hätten bereits grosses Interesse angemeldet. Keine «Einjahresfliege» Ein Vorteil des «alten» Thuner Film-Open-Airs war die zentrale Lage beim Grabengut-Parking. Wie wollen die Organisatoren des neuen Aare-Kino-Open-Airs die Zuschauer an die Uttigenstrasse holen? «Vom Bushalt Allmendstrasse liegt die Zündkapselfabrik nur sechs Minuten entfernt», gibt Martin Dummermuth Eggermann zu bedenken. Andiskutiert werde auch ein Service mit Shuttlebussen. Parkplätze für Velos und Autos seien vorhanden. Und: «An einem lauen Sommerabend ergibt der Weg von der Stadt zur Zündkapselfabrik einen schönen Spaziergang.» Mit diesen Vorzeichen will der Transfair-Gastrochef das neue Film-Open-Air etablieren. Für ihn ist klar: Das Ganze soll keine «Einjahresfliege» sein. «Wir möchten hier etwas aufbauen, was Bestand hat!» Michael Gurtnerwww.aarekino.ch>

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