Machen Sie mit bei «Die Schweiz spricht»

Die Aktion bringt Menschen ins Gespräch, die nahe beieinanderwohnen, aber politisch möglichst unterschiedlich denken.

Bei «Die Schweiz spricht» treffen sich politische Gegensatzpaare im ganzen Land.

Bei «Die Schweiz spricht» treffen sich politische Gegensatzpaare im ganzen Land. Bild: rawpixel.com, Pexels

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Wann haben Sie das letzte Mal mit jemandem gesprochen, der politisch ganz anders denkt als Sie? Mit grosser Wahrscheinlichkeit ist das schon länger her - und damit sind Sie nicht alleine.

Wir neigen dazu, uns mit Menschen zu umgeben, die unsere Ansichten teilen, sowohl auf Social Media als auch im analogen Leben. Was nicht unserer Überzeugung entspricht, ignorieren wir gerne oder tun es gar als falsch ab. Dieser Scheuklappeneffekt wird aber zunehmends gefährlich.

Nicht nur in den USA oder in Deutschland, auch in der Schweiz wird der politische Diskurs immer ruppiger: der Ton wird in den Debatten unversöhnlicher, sofern die verschiedenen Lager überhaupt noch miteinander reden. Die Folge ist eine Spirale nach unten. Mangelnder Dialog erzeugt Unverständnis, Unverständnis erzeugt Härte, Härte verunmöglicht die Erarbeitung gemeinsamer Positionen.

Dieser Entwicklung wollen wir etwas entgegensetzen. Am 21. Oktober sollen sich überall in der Schweiz tausende Diskussionspaare mit möglichst unterschiedlichen politischen Ansichten treffen und miteinander ins Gespräch kommen. Sie sollen unter vier Augen ihre Ansichten diskutieren und vielleicht feststellen, dass auch der oder die Andere gute Absichten hat. Dass auch die Argumente der Gegenseite ein offenes Ohr verdienen. Dies ist der Plan der Aktion «Die Schweiz spricht», deren Bewerbungsphase heute beginnt.

Vorbild ist die Aktion «Deutschland spricht», eine Initiative von ZEIT ONLINE. Tamedia ruft gemeinsam mit der Republik, SRF, der WoZ, Watson sowie DIE ZEIT dazu auf, sich mit einem politisch Andersdenkenden zu treffen.

Wir werden Ihnen in den kommenden Wochen aktuelle, für alle gleich lautende Fragen stellen, etwa: «Soll sich die Schweiz stärker der EU annähern?» Oder: «Soll die Schweiz mehr Flüchtlinge aufnehmen?» Anschliessend findet ein Algorithmus anhand der Antworten Menschen, die nahe beieinander wohnen, aber möglichst unterschiedlich denken. Am Sonntagnachmittag des 21. Oktober können sich die auf diese Weise vermittelten Diskussionspaare überall in der Schweiz treffen.

Bei «Die Schweiz spricht» kommt die Plattform «My Country Talks» zum Einsatz, die von ZEIT ONLINE gemeinsam mit internationalen Partnern konzipiert und zusammen mit Google umgesetzt wurde.

Sie haben noch weitere Fragen? Hier geht es zu unserem FAQ. (Redaktion Tamedia)

Erstellt: 15.08.2018, 15:59 Uhr

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