«Ich will mich bei Dortmund reinkämpfen»

Roman Bürki wechselt mit Vertrag bis 2019 zum BVB. Das ist für ihn wie ein Traum.

«Die Konstellation in Dortmund bietet mir vorzügliche Chancen, mit 24 bei einem Grossclub zu spielen», sagt Roman Bürki. Foto: Keystone

«Die Konstellation in Dortmund bietet mir vorzügliche Chancen, mit 24 bei einem Grossclub zu spielen», sagt Roman Bürki. Foto: Keystone

Die Länderspiel-Reise nach Litauen ­verpasste Roman Bürki wegen einer Entzündung am Ellbogen. Dafür hat der 24-jährige Goalie für seine Karriere nach dem Abstieg mit Freiburg eine ­Lösung gefunden. Der ehemalige ­GC-Goalie unterschrieb bei Borussia Dortmund bis Sommer 2019, die im Freiburger Vertrag fixierte Ablösesumme dürfte rund 4,5 Millionen Euro betragen.

Sie wechseln zu Dortmund. Wie überrascht waren Sie, als Sie vom Interesse des BVB erfuhren?
Schon sehr überrascht, weil ich mit Freiburg leider abgestiegen bin. Ich hätte nicht gedacht, dass sich danach ein solch grosser Club um mich bemüht. Ich freue mich sehr über den Wechsel. Das heisst: Er ist auf der einen Seite super, auf der anderen Seite traurig, weil es mir in Freiburg sehr gut gefallen hat. Der Club hat mir den Schritt in die Bundesliga ermöglicht, und ich wäre ohne den Abstieg gerne geblieben. Als Profi mit dem Anspruch, stets auf dem höchstmöglichen Niveau zu spielen, zögerte ich jetzt aber nicht lange.

Der BVB trägt seine Heimspiele vor über 80'000 Zuschauern aus. Geht ein Kindheitstraum in Erfüllung?
Dortmund ist meiner Ansicht nach einer der Top-5-Clubs in Europa. Es ist traumhaft, dass ich ab kommender Saison in diesem Team stehe. Es wird alles noch einmal grösser sein als in Freiburg, und schon da war alles grösser als bei GC.

Bei Dortmund wird Thomas Tuchel nach Jürgen Klopp Trainer sein. War er es, der Sie zum BVB gelotst hat?
Ja, ich hatte zuerst Kontakt zu ihm.

Wann war das?
Als ich mit Freiburg um den Ligaerhalt spielte, wollte ich mich mit einem Wechsel im Fall des Abstiegs nicht beschäftigen, sondern alles ausser dem Sport fernhalten von mir. Zum Kontakt mit Tuchel ist es dann nach der Saison gekommen.

Wie ist das Gespräch abgelaufen?
Ich habe ihn gefragt: «Weshalb ich?»

Also: Weshalb Sie?
Er erzählte mir, dass er mich schon länger beobachtet habe – schon als er noch Trainer in Mainz und ich bei GC war. Er hat mir auch gesagt, wie viel er von mir halte. Wenn dir das ein Trainer vom Format Tuchels erzählt . . .

Danach war für Sie klar, dass Sie nach Dortmund möchten?
Tuchel hat mir nach dem Telefon­gespräch auch SMS geschrieben und sich um mich bemüht, weil er wusste, dass ich auch andere Optionen prüfte. Ich wollte mir meiner Sache ganz sicher sein und den idealen Club finden. Die Konstellation in Dortmund bietet mir vorzügliche Chancen, mit 24 bei einem Grossclub zu spielen: Der Trainer will mich. Die Vereinsverantwortlichen wollen mich.

Gehen wir davon aus, dass der BVB sich von seinem alten Stammgoalie Weidenfeller trennt, weil das Tuchel will. Wie offen sehen Sie das Duell mit Langerak um die Nummer 1?
Ich will mich bei Dortmund in die Mannschaft reinkämpfen. Es ist wie vor einem Jahr. Auch in Freiburg war das Duell um die Nummer 1 offen. Ich musste mich gegen einen Bundesliga-Goalie beweisen und habe das geschafft. Ich bin überzeugt, dass ich es wieder schaffen kann.

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