Zum Hauptinhalt springen

SCL verliert deutlichFrüh den Faden verloren

Der SC Langenthal fand diesmal gegen Ajoie kein Rezept. Nach der 0:4-Niederlage liegen die Oberaargauerin der Playoff-Halbfinalserie 1:2 zurück.

Ajoie-Stürmer Reto Schmutz bezwingt SCL-Goalie Pascal Caminada zum 2:0.
Ajoie-Stürmer Reto Schmutz bezwingt SCL-Goalie Pascal Caminada zum 2:0.
Foto: Leroy Ryser

Auch im dritten Duell erzielte der HC Ajoie das 1:0. Und wie im zweiten Spiel gelang den Jurassiern noch im Verlauf der ersten zehn Minuten der Treffer zum 2:0. Einmal mehr missriet damit den Langenthalern der Start. SCL-Stürmer Tom Gerber: «Wir kassierten dumme Strafen und ein unglückliches Gegentor. Dann haben wir den Faden etwas verloren.»

Die Differenz im ersten Abschnitt fand sich unter anderem in den Spezialteams: Im Powerplay bedrängten die Nordwestschweizer die Unterzahlformation des Berner Teams. Mitten im Gewühl vor SCL-Keeper Pascal Caminada wurde diesem die Scheibe zwischen den Beinen hindurchgeschoben, letztlich beim Klärungsversuch durch einen Mitspieler, der Treffer wurde Reto Schmutz gutgeschrieben. Der Stürmer, der auch für den zweiten Treffer verantwortlich zeichnete, steht in den diesjährigen Playoffs nun bereits bei acht Toren. Und als Langenthal selbst mit einem Mann mehr antreten konnte, war es erneut der HCA, der die beste Chance verbuchte: Ajoie-Kanadier Jonathan Hazen traf in einem schnellen Gegenstoss nur die Torumrandung.

Kämpfs Ausschluss

Ebenso gelang Ajoie-Topskorer Philip-Michael Devos das 3:0 in Überzahl, diesmal nach einem Querpass von Hazen.

Zu reden gab vor allem auch im ersten Startdrittel die Szene, in welcher SCL-Stürmer Marc Kämpf Ajoie-Kanadier Philip-Michael Devos hart checkte. Dieser blieb einen Moment lang liegen, während Kämpf eine 5-Minuten-Strafe und einen Restausschluss kassierte. Ob das Vergehen auch mit einer 2-plus-10-Minuten-Strafe hätte abgegolten werden können, sei dahingestellt, in der ersten Pause musste SCL-Coach Jeff Campbell die Linien umstellen, Captain Stefan Tschannen rückte durch Kämpfs Wegfall in die erste Linie vor, was einen Dominoeffekt bis in die vierte Linie nach sich zog.

Ideenlos vor dem Tor

Vor dem gegnerischen Gehäuse gingen der SCL-Offensive diesmal zu oft die Ideen aus. Zwar brachten sich die Gäste verschiedentlich verheissungsvoll in Position, doch entweder fehlte es an der Präzision im Abschluss, oder die Scheibe versprang, oder dann war Tim Wolf zur Stelle. Der Ajoie-Goalie hatte gestern weniger zu tun als in den beiden ersten Begegnungen.

Langenthals Trainer Jeff Campbell zog ein selbstkritisches Fazit nach dem bis anhin deutlichsten Resultat in dieser Serie: «Wir spielten nicht so gut, wie wir könnten. Wir gaben ihnen zu viele Chancen. Aber die Serie ist noch nicht vorbei. Es war unser schlechtestes Spiel bisher. Wir kämpfen nun um den 2:2-Ausgleich in der Serie.»

Wegweisenden viertes Spiel

Bereits morgen Samstag wartet das vierte Duell in der Serie. Der SCL ist nun gefordert. Ajoie leistet mehr Gegenwehr als gewohnt: In dieser Saison wie auch in den vorherigen drei Jahren gewann Langenthal jeweils drei der vier Qualifikationsspiele; zu­sammengerechnet also 12:3 Siege für Langenthal. Und in der Meistersaison 2016/17 gewannen die Oberaargauer gar alle vier Duelle der Regular Season gegen Ajoie und setzte sich in der anschliessenden Serie mit 4:1 Erfolgen durch. Nun aber gilt es für Langenthal auf eigenem Eis einen 1:3-Rückstand gegen die Jurassier zu verhindern.