Zum Hauptinhalt springen

Ein Kolarov-Traumtor reicht Serbien zum Sieg

Costa Rica erleidet einen Fehlstart auf dem Weg zum erneuten WM-Märchen. «Los Ticos» sind offensiv zu schwach, um dem Gegner gefährlich zu werden.

sda
Das bisher wohl schönste Tor der WM erzielte der serbische Captain Aleksandar Kolarov.

Sie hatten 2014 für einen der Farbtupfer an der WM in Brasilien gesorgt: Die Spieler aus Costa Rica, dem zentralamerikanischen Land mit seinen knapp fünf Millionen Einwohnern, das 1949 per Verfassung die Armee abgeschafft hat. Ungeschlagen verliessen die «Ticos» Brasilien, nachdem sie in der Vorrunde die drei ehemaligen Weltmeister England, Uruguay und Italien hinter sich gelassen hatten und erst in den Viertelfinals im Penaltyschiessen an der Niederlande gescheitert waren.

Vier Jahre später deutet vorerst wenig darauf hin, dass Costa Rica den Erfolg von 2014 wiederholen kann. Im wegweisenden ersten Spiel zogen die Lateinamerikaner im Duell der Aussenseiter der Gruppe E gegen Serbien den Kürzeren, womit die Serie von fünf WM-Partien ohne Niederlage in Folge endete. Zwar bot Costa Rica einen gefälligen Auftritt, erspielte sich auch die eine oder andere gute Gelegenheit, im Abschluss erwies sich die Mannschaft von Oscar Ramirez aber als harmlos. Verteidiger Giancarlo Gonzalez vergab die beste Chance bereits in der 12. Minute, als er vier Meter vor dem Tor unbedrängt zum Kopfball ansetzen konnte, den Ball aber deutlich über die Latte setzte.

----------

Bildstrecke: Serbien schlägt Costa Rica dank einem Traumfreistoss:

Am Schluss jubeln die Serben. 1:0 gewinnen die Osteuropäer gegen Costa Rica, ein spektakuläres Spiel war es nicht. Das wird den Serben egal sein, sie führen die Gruppe E nun an, zumindest solange Brasilien und die Schweiz noch nicht gespielt haben.
Am Schluss jubeln die Serben. 1:0 gewinnen die Osteuropäer gegen Costa Rica, ein spektakuläres Spiel war es nicht. Das wird den Serben egal sein, sie führen die Gruppe E nun an, zumindest solange Brasilien und die Schweiz noch nicht gespielt haben.
Vadim Ghirda, Keystone
Da blieb selbst dem Star der Costa Ricaner, Keylor Navas, nur das Staunen. Davor jedoch spielte er gewohnt souverän, klärte einmal vor dem alleine heranstürmenden Mitrovic.
Da blieb selbst dem Star der Costa Ricaner, Keylor Navas, nur das Staunen. Davor jedoch spielte er gewohnt souverän, klärte einmal vor dem alleine heranstürmenden Mitrovic.
Vadim Ghirda, Keystone
Der andere Star der Ticos, Captain Bryan Ruiz, präsenterite einige Male seine hervorragende Ballkontrolle, meist jedoch ohne Erfolg. Wie die ganze Mannschaft war er offensiv zu harmlos.
Der andere Star der Ticos, Captain Bryan Ruiz, präsenterite einige Male seine hervorragende Ballkontrolle, meist jedoch ohne Erfolg. Wie die ganze Mannschaft war er offensiv zu harmlos.
Tatyana Zenkovich, Keystone
Matic, sonst eher unauffällig, liess das nicht auf sich beruhen. . .
Matic, sonst eher unauffällig, liess das nicht auf sich beruhen. . .
Natach Pisarenko, Keystone
. . . und legte sich gleich mit der ganzen Bank des Gegners an.
. . . und legte sich gleich mit der ganzen Bank des Gegners an.
Vadim Ghirda, Keystone
1 / 7

----------

Das Maximum herausgeholt, ohne zu überzeugen

Die Lateinamerikaner konnten nicht kaschieren, dass sie ihren Zenit womöglich überschritten haben. Anführer des Teams ist noch immer Spielmacher Bryan Ruiz, der in einigen Situationen seine Klasse aufblitzen liess, mit Fortdauer der Partie aber abbaute und in der Nachspielzeit die letzten Chance zum Ausgleich kläglich vergab (95.). Auch Keylor Navas, dreifacher Champions-League-Sieger mit Real Madrid und Nationalheld in seiner Heimat, konnte die Niederlage nicht verhindern. Der 31-jährige Keeper kam in der entscheidenden Szene in der 56. Minute beim herrlich getretenen Freistoss von Aleksandar Kolarov aus gut 20 Metern zu spät.

Dank dem Geniestreich Kolarovs holte Serbien das Maximum heraus, ohne allerdings überzeugt zu haben. Vor allem in der ersten Halbzeit bekundeten die Osteuropäer spielerisch ihre Probleme, der hochgelobte Sergej Milinkovic-Savic setzte kaum Akzente. Eine starke Viertelstunde nach der Pause reichte Serbien, um für die Differenz zu sorgen. Neben Torschütze Kolarov setzte sich in erster Linie der bullige Mittelstürmer Aleksandar Mitrovic von Premier-League-Aufsteiger Fulham positiv in Szene.

Den Serben bietet sich nun am Freitag in Kaliningrad gegen die Schweiz die Chance, einen grossen Schritt in Richtung K.o.-Runde zu machen. Costa Rica kämpft am gleichen Tag in St. Petersburg gegen Brasilien.

Telegramm und Rangliste:

Costa Rica - Serbien 0:1 (0:0)

Samara. – 41'300 Zuschauer. – SR Diedhiou (SEN). – Tor: 56. Kolarov 0:1.

Costa Rica:Navas; Acosta, Gonzalez, Duarte; Gamboa, Borges, Guzman (73. Colindres), Calvo; Ruiz, Ureña (66. Campbell), Venegas (60. Bolaños).

Serbien: Stojkovic; Ivanovic, Milenkovic, Tosic, Kolarov; Milivojevic, Matic; Tadic (82. Rukavina), Milinkovic-Savic, Ljajic (70. Kostic); Mitrovic (90. Prijovic).

Verwarnungen: 22. Calvo (Foul). 56. Guzman (Foul). 59. Ivanovic (Foul). 98. Prijovic (Unsportlichkeit).

Rangliste: 1. Serbien 1/3 (1:0). 2. Brasilien 0/0 (0:0). 2. Schweiz 0/0 (0:0). 4. Costa Rica 1/0 (0:1).

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch